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Nassfutter für Hunde – Vorteile, Nachteile und worauf du achten solltest

Welches Hundefutter passt zu deinem Hund? 

Im großen LuckyChef Hundefutter-Check vergleichen wir die wichtigsten Fütterungsarten und zeigen, worauf es bei der Wahl ankommt. In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige über Nassfutter.

Den vollständigen Überblick über alle Fütterungsarten findest du auf der Startseite Hundefutter-Check.

Was ist Nassfutter?

Nach Hundesnacks ist Nassfutter das umsatzstärkste Segment im deutschen Hundefuttermarkt. 

Typisch für Nassfutter ist sein hoher Wassergehalt. Laut FEDIAF (European Pet Food Industry Federation) gilt Heimtierfutter mit einem Feuchtigkeitsgehalt von mindestens 60 Prozent als Nassfutter. Je nach Produkt liegt der Wasseranteil häufig zwischen 70 und 85 Prozent. 

Dadurch ist Nassfutter besonders saftig und ähnelt in seiner Konsistenz eher einer „echten“ Mahlzeit als Trockenfutter. Der Begriff Nassfutter beschreibt zunächst also eine Fütterungsart mit hohem Feuchtigkeitsgehalt – nicht automatisch die Herstellungsweise. 

Gemeint sind in der Regel gegarte und haltbar gemachte Produkte wie Dosenfutter, Schalen, Gläser oder Frischemenüs. Rohes Futter (BARF) stellt rechtlich eine eigene Kategorie dar. 

In diesem Hundefutter-Check konzentrieren wir uns vor allem auf Nassfutter in der Dose.

Hier findest du den Hundefutter-Check zum Thema BARF.

Im Hundefutter-Check Frischfutter erfährst du mehr über schonend gegartes Hundefutter – und was es so besonders macht.

Welche Arten von Hundenassfutter gibt es?

Nassfutter ist nicht gleich Nassfutter. 

Wir verraten dir, welche Arten von Hundenassfutter es gibt. 

Einfach unten ausklappen und mehr erfahren.

Dosenfutter

Die mit Abstand bekannteste Form von Hundenassfutter ist das klassische Dosenfutter. Die Zutaten werden zerkleinert, gemischt, gegart und in Dosen abgefüllt. Die Dosen werden bei hohen Temperaturen von ca. 110 bis 130 Grad für einen Zeitraum von etwa 90 Minuten sterilisiert.

Neben der klassischen Metalldose können die Zutaten auch in Aluschalen oder Beutel (Pouches) abgefüllt werden. Bei der sogenannten Futterwurst füllt man die Masse in eine Hülle („Pelle") aus hitzebeständigen Mehrschicht-Kunststoffen (am häufigsten) oder aus Faserdarm (Cellulose / Faser) mit Kunststoffbeschichtung.

Nassfutter im Glas

Nassfutter kann auch in Gläser abgefüllt werden. Das Prinzip ist dasselbe wie beim Dosenfutter: Die Masse wird durch Erhitzen haltbar gemacht. Dafür wird hitzebeständiges Verpackungsglas genutzt.

Der Unterschied liegt also in der Verpackung, nicht im Herstellungsverfahren.

Glas ist im Gegensatz zur Dose geschmacksneutral. Durch das Glas ist das Futter außerdem sichtbar. Viele Hundebesitzer empfinden Hundefutter im Glas daher als hochwertiger. Im Markt spielt diese Sorte jedoch eine vergleichsweise kleine Rolle und wird häufig im Premium-Segment eingesetzt.

Frischfutter

Frischfutter bzw. Frischemenüs unterscheiden sich deutlich von Dosenfutter und Nassfutter im Glas. Die Zutaten werden zwar auch gegart, jedoch bei niedrigeren Temperaturen. Das ist deutlich schonender und sorgt für mehr Frische und Nährstofferhalt.

Frischfutter wird gekühlt oder tiefgekühlt gelagert. So kann auf Konservierungsstoffe verzichtet werden. 

In unserem großen Hundefutter-Check erfährst du mehr über Frischfutter und seine Vorteile.

Nassfutter aus der Dose – die häufigste Art, nass zu füttern

Wenn von Nassfutter gesprochen wird, ist meist Dosenfutter gemeint. Es gehört seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Fütterungsformen. Allein in Deutschland gibt es mehrere Hundert Marken und tausende verschiedene Nassfutter-Produkte – vom günstigen Discounterfutter bis zum spezialisierten Premiumhersteller. 

So unterschiedlich die Sorten und Rezepturen sind – die Herstellung ist grundsätzlich gleich: man braucht Hitze und Druck.  

Bei der Herstellung von Dosenfutter werden Fleisch, tierische Nebenerzeugnisse, pflanzliche Zutaten, Öle, Mineralstoffe und Vitamine zu einer Masse verarbeitet. Um Keime abzutöten und eine lange Lagerfähigkeit zu gewährleisten, sterilisiert man die Dosen in speziellen Druckbehältern, in denen das Produkt unter Hitze behandelt wird. Die Temperaturen liegen meist bei etwa 120 Grad. 

Dieser Prozess konserviert das Produkt und macht es ungeöffnet oft 18 bis 36 Monate haltbar.

Hochwertiges Nassfutter erkennen

Wichtiger als eine bestimmte Marke ist ein Blick auf die Deklaration. Hochwertiges Nassfutter sollte klar angeben, welche Zutaten enthalten sind und aus welcher Proteinquelle sie stammen. 

Offene oder zumindest halboffene Deklarationen sind ein gutes Zeichen. Hier wird, im Gegensatz zu geschlossenen Deklarationen, auf ungenaue Angaben wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ verzichtet

Die genauen Zutaten zu kennen, ist besonders wichtig, wenn ein Hund sensibel ist, empfindlich auf bestimmte Zutaten reagiert oder eine Allergie beziehungsweise Unverträglichkeit bekannt ist. 

Nur wenn die Zusammensetzung nachvollziehbar ist, kannst du gezielt entscheiden, welche Zutaten und Proteinquellen für deinen Hund geeignet sind - bzw. welches Futter für euch hochwertig ist. 

In unseren Zutaten-ABC verraten wir dir, was im Hundefutter drin steckt. 

Vorteile von Nassfutter

  • Haltbarkeit: Ungeöffnete Dosen sind oft mehrere Jahre lagerfähig und benötigen keine Kühlung. 
  • Preis: Nassfutter gibt es in nahezu jeder Preisklasse – von der günstigen Hundefutterdose aus dem Supermarkt bis zum Premium-Nassfutter aus dem Fachhandel. 
  • Akzeptanz: Viele Vierbeiner fressen Nassfutter gerne. Geruch und Konsistenz sprechen den Geruchs- und Geschmackssinn eher an als z. B. Trockenfutter. 
  • Alltagstauglichkeit: Futter aus der Dose oder der Schale ist sofort servierfertig und lässt sich unkompliziert transportieren. Das macht Nassfutter zu einer praktischen Wahl für den Alltag mit deinem Hund. 
  • Feuchtigkeitsgehalt: Mit rund 70 bis 85 Prozent Wasser unterstützt Nassfutter die Flüssigkeitsaufnahme. Dein Hund trinkt zu wenig? In unserem Blog erfährst du, mehr zum Thema.

Nachteile von Nassfutter

Nassfutter aus der Dose hat viele Vorteile. Die lange Haltbarkeit und die relativ geringen Kosten haben jedoch auch einen Preis. Vor allem, was die natürlichen Nährstoffe angeht. 

Einfach unten ausklappen und mehr erfahren. 

Damit Dosenfutter hält, muss es sterilisiert werden. Dafür wird das fertig abgefüllte Produkt unter hohem Druck stark erhitzt. So werden Keime abgetötet und das Futter ist ungeöffnet oft mehrere Jahre haltbar. 

Dieser Prozess verändert jedoch auch die Zutaten. 90 Minuten bei 120 Grad – das überstehen viele natürliche Inhaltsstoffe, Vitamine, Fettsäuren, Aminosäuren und Nährstoffe nicht. Sie werden deshalb häufig nachträglich synthetisch ergänzt. 

Solche künstlichen Nährstoffe sind nicht zwingend negativ, denn Nährstofflücken müssen geschlossen werden, um einen Hund vollständig zu versorgen. 

Es gilt jedoch: Je weniger und je individueller, desto besser für den Hund. Denn natürliche Nährstoffe haben die beste Bioverfügbarkeit und kommen meist im Zusammenspiel mit weiteren Begleitstoffen vor.

Nicht jedes Dosenfutter ist gleich. Oder anders gesagt: Die Qualität von Dosenfutter kann je nach Hersteller stark variieren. 

Manche Produkte bestehen aus hochwertigen Rohstoffen und transparent deklarierten Zutaten, andere enthalten überwiegend stärker verarbeitete Ausgangsstoffe sowie eine Vielzahl künstlicher Zusatzstoffe. 

Bei hochwertigem Nassfutter für Hunde ist eine transparente Deklaration wichtiger als ein bestimmtes Markenversprechen.  

Achte darauf, dass die Zutaten und die Zusammensetzung nachvollziehbar angegeben sind. Wenn dein Hund eine Unverträglichkeit hat oder zu den empfindlichen Hunden gehört, kann außerdem ein getreidefreies oder besonders verträgliches Hundefutter sinnvoll sein.

Durch den hohen Wasseranteil müssen größere Futtermengen gefüttert werden als bei Trockenfutter. Entsprechend aufwendiger sind Einkauf, Transport und Lagerung von Nass- bzw. Dosenfutter. Im Vergleich zu Trockenfutter fällt bei Dosen, Schalen oder Portionsbeuteln außerdem mehr Verpackungsmaterial an.

Erfahrung aus der Praxis: Tierärztin Hanna Holster über Nassfutter

„Nassfutter hat bei mir einen gewissen Heimvorteil: Ich habe über 10 Jahre Premium-Nassfutter entwickelt und weiß deshalb ziemlich genau, was man in eine Dose bringen und auf diese Weise für den Hund leisten kann – und was manchmal nur sehr überzeugend auf dem Etikett steht.

Grundsätzlich halte ich Nassfutter für eine gute Form der Hundeernährung. Es bringt viel Feuchtigkeit mit, ist meist schmackhaft und lässt sich so zusammensetzen, dass es einer frischen Mahlzeit deutlich näherkommt als viele andere Futterformen. Eine gut entwickelte Rezeptur kann hochwertig, gut verträglich und vollständig bedarfsdeckend sein.

Die Dose selbst ist allerdings noch kein Qualitätsmerkmal. Nicht jedes Nassfutter ist ein Alleinfuttermittel, und nicht jede „natürliche“ Rezeptur versorgt einen Hund automatisch mit allem, was er braucht. Manche Hersteller verzichten bewusst auf zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe, weil Supplemente nicht recht ins romantische Bild von Natur passen.

Das Problem: Nassfutter wird erhitzt. Dabei können empfindliche Nährstoffe verändert oder reduziert werden. Wer diese Verluste nicht ausgleicht, bleibt zwar konsequent natürlich – möglicherweise aber ebenso konsequent unvollständig.

Entscheidend sind deshalb die Rezeptur, die Qualität der Rohstoffe, eine nachvollziehbare Deklaration und die klare Kennzeichnung als Alleinfuttermittel. Auch Nassfutter kann unausgewogen, unnötig fett oder vor allem gut vermarktet sein. Und ökologisch bleibt die Sache ebenfalls nicht folgenlos: Viel Futter in vielen Dosen ergibt am Ende auch ziemlich viele Dosen.

Mein Fazit: Nassfutter kann viel. Aber nicht jede Dose kann Nassfutter."

Worauf ist bei der Fütterung von Nassfutter zu achten?

Das solltest du beachten, wenn du deinen Hund mit Nassfutter bzw. Dosenfutter fütterst.

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Nicht jedes Nassfutter eignet sich als vollständige Ernährung. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Verpackung bzw. auf die Deklaration.

Transparente Angaben erleichtern es, Produkte miteinander zu vergleichen und das passende Nassfutter für deinen Hund auszuwählen. 

Sämtliche Zutaten, die genauen Fleischarten und die Zusammensetzung sollten klar angegeben sein.

Manche Nassfutterprodukte werden als Ergänzungsfuttermittel angeboten und müssen mit Supplements entsprechend ergänzt werden. 

Nur Alleinfuttermittel decken den Tagesbedarf eines Hundes vollständig ab.  Ergänzungsfuttermittel sind als gelegentliche Abwechslung ok. Sie können jedoch nur mit der richtigen Supplementierung dauerhaft allein gefüttert werden.  

Die Mengenangaben auf der Verpackung sind immer Richtwerte. Der tatsächliche Bedarf hängt unter anderem von Alter, Aktivität, Körpergewicht, Kastrationsstatus und Stoffwechsel des Hundes ab. 

Ob für ausgewachsene Hunde oder ältere Hunde: regelmäßiges Wiegen hilft dabei, die passende Futtermenge zu finden.

Geöffnete Dosen sollten im Kühlschrank aufbewahrt und möglichst innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden. 

Vor dem Füttern empfiehlt es sich, das Futter auf Zimmertemperatur kommen zu lassen, da kaltes Futter schlechter verträglich ist und von vielen Hunden auch weniger gerne gefressen wird.

FAQ Nassfutter

Hier beantworten wir wichtige Fragen zu Nassfutter für Hunde. 

Dir fehlt etwas? Dann schreib gerne an unsere Redaktion!

redaktion@luckychef.com

Wie erkenne ich gutes Nassfutter für Hunde?

Es lohnt sich immer, einen genauen Blick auf die Deklaration zu werfen. Hochwertiges Nassfutter zeichnet sich durch eine transparente Zutatenliste, klar benannte Fleischquellen und eine nachvollziehbare Zusammensetzung aus. Außerdem sollte eindeutig angegeben sein, ob es sich um ein Alleinfuttermittel oder ein Ergänzungsfuttermittel handelt. Auch die Herstellungsart kann ein wichtiges Qualitätsmerkmal sein, da sie Verarbeitung, Haltbarkeit und Nährstofferhalt beeinflusst.

Was ist das beste Hundenassfutter?

Es gibt nicht das eine beste Nassfutter. Welches Futter am besten geeignet ist, hängt vom Alter, Aktivitätslevel, Gesundheitszustand und den individuellen Bedürfnissen des Hundes ab. Achte auf eine transparente Deklaration, hochwertige Zutaten und darauf, ob es sich um ein Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel handelt.

Der LuckyChef Hundefutter-Check gibt dir einen Überblick über die verschiedenen Fütterungsarten. Entdecke den LuckyChef Hundefutter-Check.

Warum frisst mein Hund kein Trockenfutter, sondern nur Nassfutter?

Viele Hunde bevorzugen Nassfutter, weil es einen intensiveren Geruch und eine weichere Konsistenz hat. Beides kann für ihren Geruchs- und Geschmackssinn besonders attraktiv sein. Wenn ein Hund jedoch plötzlich nur noch Nassfutter frisst und Trockenfutter komplett verweigert, können auch Zahnprobleme oder andere gesundheitliche Ursachen dahinterstecken. Wenn dieses Verhalten anhält oder plötzlich auftritt, sollte dein Tierarzt deinen Hund untersuchen.

Kann ich Nassfutter mit Trockenfutter mischen?

Grundsätzlich ja. Wichtig ist, die Gesamtfuttermenge an den Energiebedarf des Hundes anzupassen. Aus ernährungsphysiologischer Sicht empfehlen viele Tierärzte allerdings, die Fütterungsarten nicht innerhalb einer Mahlzeit zu mischen, sondern getrennt zu füttern. Trockenfutter und Nassfutter unterscheiden sich deutlich im Feuchtigkeitsgehalt, in der Zusammensetzung und in ihren Verdauungseigenschaften. Eine klare Trennung der Mahlzeiten kann das Verdauungssystem entlasten und hilft außerdem dabei, die Verträglichkeit einzelner Futtermittel besser einzuschätzen. Du kannst zum Beispiel morgens Trockenfutter füttern und abends Nassfutter.

Wenn du zwischen verschiedenen Fütterungsarten wechselst, solltest du deinen Hund langsam daran gewöhnen und beobachten, wie er das Futter verträgt.

Wie viel Nassfutter soll mein Hund pro Tag fressen?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Der tägliche Energiebedarf hängt unter anderem von Alter, Gewicht, Aktivität, Gesundheitszustand und Kastrationsstatus des Hundes ab. Auch die Energiedichte des Futters spielt eine große Rolle. Orientiere dich zunächst an den Fütterungsempfehlungen des Herstellers und passe die Menge bei Bedarf an. Regelmäßiges Wiegen hilft dabei, das Idealgewicht zu halten. Konsultiere im Zweifel deinen Tierarzt, um gesundheitliche Risiken wie z. B. Übergewicht zu vermeiden.

Überblick der Fütterungsarten

Nassfutter ist eine von vielen Optionen für den Hundenapf. Wenn du dir einen kompletten Überblick über alle Fütterungsarten verschaffen willst, lohnt sich ein Blick in unseren großen Hundefutter-Check.