

Damit Dosenfutter hält, muss es sterilisiert werden. Dafür wird das fertig abgefüllte Produkt unter hohem Druck stark erhitzt. So werden Keime abgetötet und das Futter ist ungeöffnet oft mehrere Jahre haltbar.
Dieser Prozess verändert jedoch auch die Zutaten. 90 Minuten bei 120 Grad – das überstehen viele natürliche Inhaltsstoffe, Vitamine, Fettsäuren, Aminosäuren und Nährstoffe nicht. Sie werden deshalb häufig nachträglich synthetisch ergänzt.
Solche künstlichen Nährstoffe sind nicht zwingend negativ, denn Nährstofflücken müssen geschlossen werden, um einen Hund vollständig zu versorgen.
Es gilt jedoch: Je weniger und je individueller, desto besser für den Hund. Denn natürliche Nährstoffe haben die beste Bioverfügbarkeit und kommen meist im Zusammenspiel mit weiteren Begleitstoffen vor.
Nicht jedes Dosenfutter ist gleich. Oder anders gesagt: Die Qualität von Dosenfutter kann je nach Hersteller stark variieren.
Manche Produkte bestehen aus hochwertigen Rohstoffen und transparent deklarierten Zutaten, andere enthalten überwiegend stärker verarbeitete Ausgangsstoffe sowie eine Vielzahl künstlicher Zusatzstoffe.
Bei hochwertigem Nassfutter für Hunde ist eine transparente Deklaration wichtiger als ein bestimmtes Markenversprechen.
Achte darauf, dass die Zutaten und die Zusammensetzung nachvollziehbar angegeben sind. Wenn dein Hund eine Unverträglichkeit hat oder zu den empfindlichen Hunden gehört, kann außerdem ein getreidefreies oder besonders verträgliches Hundefutter sinnvoll sein.
Durch den hohen Wasseranteil müssen größere Futtermengen gefüttert werden als bei Trockenfutter. Entsprechend aufwendiger sind Einkauf, Transport und Lagerung von Nass- bzw. Dosenfutter. Im Vergleich zu Trockenfutter fällt bei Dosen, Schalen oder Portionsbeuteln außerdem mehr Verpackungsmaterial an.
Nicht jedes Nassfutter eignet sich als vollständige Ernährung. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Verpackung bzw. auf die Deklaration.
Transparente Angaben erleichtern es, Produkte miteinander zu vergleichen und das passende Nassfutter für deinen Hund auszuwählen.
Sämtliche Zutaten, die genauen Fleischarten und die Zusammensetzung sollten klar angegeben sein.
Manche Nassfutterprodukte werden als Ergänzungsfuttermittel angeboten und müssen mit Supplements entsprechend ergänzt werden.
Nur Alleinfuttermittel decken den Tagesbedarf eines Hundes vollständig ab. Ergänzungsfuttermittel sind als gelegentliche Abwechslung ok. Sie können jedoch nur mit der richtigen Supplementierung dauerhaft allein gefüttert werden.
Die Mengenangaben auf der Verpackung sind immer Richtwerte. Der tatsächliche Bedarf hängt unter anderem von Alter, Aktivität, Körpergewicht, Kastrationsstatus und Stoffwechsel des Hundes ab.
Ob für ausgewachsene Hunde oder ältere Hunde: regelmäßiges Wiegen hilft dabei, die passende Futtermenge zu finden.
Geöffnete Dosen sollten im Kühlschrank aufbewahrt und möglichst innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden.
Vor dem Füttern empfiehlt es sich, das Futter auf Zimmertemperatur kommen zu lassen, da kaltes Futter schlechter verträglich ist und von vielen Hunden auch weniger gerne gefressen wird.