
Herstellung: Extrudiertes Trockenfutter ist am häufigsten verbreitet. Dafür werden Zutaten wie Fleisch, Getreide und Gemüse zerkleinert, gemischt und mit Wasserdampf stark erhitzt. Die Masse wird unter Druck durch eine Düse gepresst, bläht sich beim Austritt auf und wird zu Kroketten geformt. Danach wird sie getrocknet, damit das Futter lange haltbar bleibt. Hitzeempfindliche Nährstoffe und Öle gehen dabei teilweise verloren und werden später wieder aufgesprüht. Eigenschaften: Durch die Hitze wird die enthaltene Stärke gut aufgeschlossen und wird so für den Hund leichter verdaulich. Sie liefert Energie und sorgt dafür, dass die Kroketten Form und Stabilität bekommen. Typisch für extrudiertes Futter ist die leicht fettige Oberfläche, weil Fette nachträglich aufgesprüht werden. Wichtig zu wissen: Im Magen quillt extrudiertes Futter deutlich auf — teils auf das Zwei- bis Dreifache seines Volumens.
Herstellung: Für kaltgepresstes Hundefutter werden die Zutaten zuerst getrocknet, zerkleinert und gemischt. Anschließend werden sie unter hohem Druck durch Matrizen gepresst, sodass feste Pellets entstehen. „Kaltgepresst“ heißt, dass keine Hitze von außen zugeführt wird. Durch den Druck entsteht trotzdem Wärme von meist 80 bis 100 Grad, wobei die Pellets außen heißer werden als im Kern. Für Hersteller ist das Verfahren günstiger, weil weniger Energie, kein Wasserdampf und kein aufwendiger Trocknungsschritt nötig sind. Eigenschaften: Kaltgepresstes Futter enthält tendenziell mehr natürliche Inhaltsstoffe und löst sich im Magen etwas schneller auf als extrudiertes Futter. Es hat eine glatte, trockene Oberfläche und zerfällt beim Einweichen schnell zu Brei. Die geringere Hitze hat auch Nachteile: Stärke wird nicht immer gut aufgeschlossen und kann dadurch schlechter verdaulich sein, außerdem werden Keime nicht immer vollständig abgetötet. Futtermilben findet man hier deshalb häufiger als bei extrudiertem Trockenfutter. Wichtig ist auch: Kaltgepresst heißt nicht automatisch hochwertig — auch minderwertige Rohstoffe lassen sich so verarbeiten.
Herstellung: Gebackenes Trockenfutter ist eher selten. Die Zutaten werden zu einem Teig vermischt, in Form gebracht und anschließend bei mindestens 120 Grad gebacken. Anders als beim extrudieren oder kaltpressen Trockenfutter kommt dabei weder hoher Druck noch eine Formung durch Düsen zum Einsatz. Eigenschaften: Gebackenes Trockenfutter ist meist ziemlich hart und trocken. Typisch ist ein deutlicher Röstgeruch. Vor allem mäklige Hunde oder Hunde mit Zahnproblemen können sich damit schwertun.
Herstellung: Halbfeuchtes Trockenfutter, auch Softfutter oder Semi-Moist genannt, wird ähnlich wie klassisches Trockenfutter hergestellt, enthält am Ende aber deutlich mehr Feuchtigkeit. Während normales Trockenfutter auf höchstens 14 Prozent Wasseranteil kommt, liegt Softfutter bei etwa 15 bis 25 Prozent. Eigenschaften: Softfutter ist deutlich weicher als klassisches Trockenfutter und deshalb oft angenehmer für Senioren, Hunde mit Zahnproblemen oder wählerische Hunde. Durch die höhere Restfeuchte riecht und schmeckt es meist intensiver und liefert auch etwas mehr Flüssigkeit. Der Nachteil: Es verdirbt schneller und schimmelt eher. Deshalb sollte es gut verschlossen aufbewahrt werden, am besten in der Originalverpackung oder luftdicht umgefüllt.

Damit dein Hund dauerhaft gut versorgt ist, achte auf die Deklaration auf der Verpackung. Klar benannte Zutaten, eine nachvollziehbare Zusammensetzung und die Analysedaten helfen dabei, das Produkt besser einzuordnen.
- Alleinfuttermittel decken den täglichen Nährstoffbedarf deines Hundes vollständig ab.
- Ergänzungsfuttermittel sind eher als Snack oder Abwechslung gedacht. Sie reichen allein nicht aus und müssen bedarfsgerecht ergänzt werden.
Manche Hunde fressen aufgeweichtes Trockenfutter lieber als die trockene Variante. Das Einweichen eignet sich vor allem bei extrudiertem Trockenfutter, kaltgepresstes Trockenfutter wird sehr breiig.
Trockenfutter und Nassfutter unterscheiden sich bei Feuchtigkeit, Zusammensetzung und Verdauung. Für viele Hunde ist es bekömmlicher, sie getrennt zu füttern: zum Beispiel morgens Nassfutter und abends Trockenfutter. Das gilt auch für Trockenfutter und Frischfutter: Mischen nein, abwechseln ja. Das bringt Abwechslung in den Napf, ohne unterschiedliche Futterarten in einer Mahlzeit zu vermischen.
Achte dabei darauf, die Tagesmenge insgesamt an den Energiebedarf deines Hundes anzupassen. Für mehr Akzeptanz kannst du die Kroketten mit ein paar frischen Zutaten pimpen, z. B. mit geriebener Karotte, Apfel oder einem Löffel Hüttenkäse
Trockenfutter kann einen Hund grundsätzlich bedarfsdeckend versorgen. Allerdings handelt es sich um ein industriell hochverarbeitetes Futtermittel. Durch die starke Erhitzung bei der Herstellung gehen viele natürliche Vitamine und Nährstoffe verloren, die später künstlich ergänzt werden müssen. Darauf können manche Hunde sensibel reagieren.
Kaltgepresstes Trockenfutter ist nicht besser als extrudiertes Futter. Es ist schonender verarbeitet, wodurch tendenziell mehr natürliche Inhaltsstoffe erhalten bleiben, kann aber schlechter verdaulich sein und enthält häufiger nicht vollständig abgetötete Keime. Kaltgepresstes Futter quillt weniger stark auf als extrudiertes, das kann beim Thema Magendrehung ein Vorteil sein. Welches Futter besser passt, hängt individuell vom Hund ab.
Nein, das ist nicht zwingend nötig. Es kann sinnvoll sein, wenn ein Hund wenig trinkt oder das Futter lieber weicher mag. Kaltgepresstes Futter zerfällt beim Einweichen eher zu einem Brei, extrudiertes Futter quillt auf.
Das ist grundsätzlich möglich, aber nicht zu empfehlen. Beim direkten Vermischen sollte der Anteil des zugesetzten Futters nicht zu hoch sein, meist wird ein Richtwert von maximal 10 Prozent genannt, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Besser für die Verdauung ist es, zeitlich zu trennen, etwa morgens Nassfutter und abends Trockenfutter.
Ungeöffnet ist Trockenfutter durch den geringen Feuchtigkeitsgehalt von unter 14 Prozent oft mindestens sechs Monate haltbar. Nach dem Öffnen sollte es trocken, kühl und idealerweise in einem luftdichten Behälter gelagert werden, um den Nährstoffgehalt zu erhalten und Futtermilben zu vermeiden.
Wenn das Futter den kompletten Nährstoffbedarf deckt, ist reine Trockenfütterung möglich. Wichtig ist dabei immer ausreichend frisches Trinkwasser, da Trockenfutter kaum Feuchtigkeit liefert. Und natürlich kommt es ganz individuell darauf an, wie dein Hund das Futter akzeptiert und verträgt.
Manche Hunde mögen die trockene Konsistenz oder das künstliche Aroma nicht. In solchen Fällen kann Einweichen helfen oder das Futter mit etwas Ei, geriebener Karotte, Apfel oder einem Löffel Joghurt aufgewertet werden. Auch ein Wechsel der Krokettengröße oder -art kann die Akzeptanz verbessern. Alternativ steigst du auf eine Fütterungsart um, die dein Hund lieber mag.
Die passende Menge hängt stark von Gewicht, Alter, Aktivitätslevel und Energiegehalt des jeweiligen Futters ab. Hersteller geben auf der Verpackung meist eine Fütterungstabelle mit Richtwerten je Körpergewicht an, die als Orientierung dient und individuell angepasst werden sollte.
Die Menge richtet sich nach Kalorienbedarf des Hundes. Bei kombinierter Fütterung sollte die Gesamtration ausgewogen bleiben und alle wichtigen Nährstoffe abdecken, unabhängig davon, wie sich die Menge auf Trocken- und Nassfutter verteilt.
Das beste Trockenfutter für Hunde gibt es pauschal nicht. Das Futter sollte es den Nährstoffbedarf vollständig decken, als Alleinfuttermittel gekennzeichnet sein und eine möglichst offene, nachvollziehbare Deklaration haben.
Achte auf eine möglichst offene Deklaration mit genauen Prozentangaben. Grundsätzlich gilt: Was in der Zutatenliste weiter vorne steht, ist auch in größerer Menge enthalten. Idealerweise steht dort eine klar benannte Proteinquelle wie „Hühnerfleisch“.
Wichtig: Mehrere Kohlenhydratquellen können einzeln weiter hinten auftauchen und zusammen trotzdem den größten Teil des Futters ausmachen. Stehen zum Beispiel Reis, Mais, Maismehl und Weizen nacheinander auf der Liste, können sie in Summe mehr enthalten sein als die zuerst genannte Fleischzutat. Vorsicht ist außerdem bei ungenauen Sammelbegriffen wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“, „Getreide“ oder „pflanzliche Nebenerzeugnisse“ geboten.
Ein objektiv „gesündestes“ Trockenfutter gibt es nicht – jedes ist hoch verarbeitet und enthält kaum natürliche Nährstoffe und Aromen. Entscheidend sind ein hoher Anteil hochwertiger Rohstoffe, ein bedarfsgerechtes Nährstoffprofil und eine für den jeweiligen Hund passende Nährstoffzusammensetzung, etwa je nach Alter, Größe oder gesundheitlichen Besonderheiten.
Ja, diese Kombination ist möglich. Nassfutter wird schneller verdaut, etwa in rund 8 Stunden, während Trockenfutter durch den höheren Kohlenhydratanteil eher 8 bis 12 Stunden benötigt. Für gesunde Hunde ist es meist egal, ob Trockenfutter morgens und Nass- oder Frischfutter abends gefüttert wird oder umgekehrt. Wichtig ist, dass größere oder energiereichere Mahlzeiten dann gegeben werden, wenn danach Ruhe angesagt ist. Direkt vor wildem Toben, Training oder Rennen sollte dein Hund keine große Portion bekommen.
Keine der beiden Fütterungsarten ist pauschal gesünder, wenn sie hochverarbeitet sind. Beide können den Nährstoffbedarf decken. Unterschiede liegen vor allem in Feuchtigkeitsgehalt, Verdauungszeit, Praktikabilität und Haltbarkeit.
Bewährte Möglichkeiten sind das Einweichen in Wasser, die Zugabe von etwas Ei, geriebenem Obst oder Gemüse wie Apfel oder Karotte, oder ein Löffel Joghurt. Auch eine angepasste Krokettengröße kann die Akzeptanz verbessern.
Ein Hund kann nicht gegen „Trockenfutter“ an sich allergisch sein, wohl aber gegen einzelne enthaltene Zutaten wie bestimmte Proteinquellen oder Zusatzstoffe. Bei Verdacht auf eine Futtermittelunverträglichkeit hilft ein genauer Blick auf die Zutatenliste. Auch Futtermilben können eine Allergie auslösen.
Trockenfutter dauerhaft frei verfügbar zu lassen, kann zu Übergewicht oder unkontrolliertem Fressverhalten führen. Feste Fütterungszeiten mit abgemessenen Portionen sind für die meisten Hunde die bessere Wahl.
Ein gutes Hundefutter erkennst du daran, dass in der Zutatenliste weit vorne eine hochwertige Proteinquelle steht, zum Beispiel Hühnerfleisch, getrocknetes Hühnerprotein oder Rind. Vorsicht, wenn dann viele einzeln aufgeführten Getreide- oder Kohlenhydratquellen folgen, wie Reis, Mais, Maismehl oder Weizen: Zusammen können sie den größten Anteil des Futters bilden, auch wenn jede einzelne Zutat hinter der Proteinquelle steht. Wenig aussagekräfig sind Sammelbegriffe wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ oder „Getreide“. Achte außerdem auf eine offene Deklaration und darauf, dass das Futter als Alleinfuttermittel gekennzeichnet ist.
Das kann sinnvoll sein, vor allem bei wenig Zähnen, verändertem Kauverhalten oder wenn der Hund insgesamt weniger trinkt.
Die Verdauung von Trockenfutter dauert länger als bei Nassfutter oder Frischfutter. Oft wird ein Zeitraum von etwa 8 bis 12 Stunden genannt. Das hängt unter anderem mit dem höheren Kohlenhydratanteil und der kompakteren, wasserärmeren Konsistenz zusammen.
Idealerweise teilst du die tägliche Futterration deines Hundes auf zwei Mahlzeiten auf. So wird die die Verdauung weniger stark belastet und versorgt den Hund gleichmäßig mit Energie. Je nach Alter, Lebensphase und Gesundheit können auch mehr Mahlzeiten pro Tag sinnvoll sein.
Trockenfutter eignet sich grundsätzlich für die meisten gesunden Hunde als Alleinfuttermittel, wenn es hochwertig zusammengesetzt ist und den gesamten Nährstoffbedarf deckt. Für Hunde mit Zahnproblemen, wenig Durstgefühl oder im Seniorenalter kann halbfeuchtes Trockenfutter oder eingeweichtes Futter die bessere Wahl sein. Achte darauf, dass die Kroketten-Größe zur Größe deines Hundes passt, damit er gut kauen und schlucken kann. Wichtig: Wenn du Trockenfutter fütterst, sollte deinem Hund immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stehen.