
Alle Zutaten wie Fleisch und Gemüse werden zerkleinert und bei niedrigen Temperaturen, oft zwischen 80 und 90 Grad, in Wasserdampf gegart. Das tötet Keime zuverlässig ab, hält die Zutaten aber saftig und weich.
Häufig werden die Zutaten in größeren Mengen gegart und erst später in die Verpackung abgefüllt, dabei können Aromen und wasserlösliche Nährstoffe verloren gehen.
Die rohen Zutaten werden portioniert, vakuumiert und anschließend im geschlossenen Beutel bei sehr niedrigen Temperaturen, meist unter 80 Grad, langsam im Wasserbad gegart.
Anders als beim Dampfgaren wird das Futter nicht umgefüllt und nichts abgegossen. So bleiben Nährstoffe, Aroma und Geschmack im Beutel erhalten, die sonst ins Kochwasser oder in den Dampf übergehen könnten.
Um das frische Menü haltbar zu machen, wird es direkt eingefroren.
Manche Hersteller setzen nach dem Garen zusätzlich auf Hochdruck. Durch das High Pressure Processing (HPP) werden verbleibende Keime abgetötet, ohne weitere Hitze einzusetzen.
HPP ist ein zusätzlicher Verarbeitungsschritt nach dem Garen. Dabei wirkt ein starker technischer Druck von mehreren Tausend Bar auf das Produkt, was die Textur einzelner Zutaten verändern kann.

Wie viel Frischfutter ein Hund täglich braucht, richtet sich nach seinem Gewicht, Aktivitätslevel und Alter. Richtwerte dazu findest du bei den meisten Herstellern auf der Verpackung.
Die Menge lässt sich bei Bedarf leicht anpassen, je nachdem, wie aktiv der Hund ist. Die Tagesration kann auf zwei oder mehr Portionen aufgeteilt werden. Das entlastet den Magen und sorgt über den Tag verteilt für eine gleichmäßigere Energieversorgung.
Je nach Hersteller muss das Futter unterschiedlich aufbewahrt werden. Meist gilt: Ungeöffnete Packungen gehören tiefgekühlt bei minus 18 Grad in den Tiefkühler.
Zum Auftauen die Frischemenüs am besten über Nacht in den Kühlschrank legen. Geöffnete Packungen halten sich dort meist mehrere Tage. Schnelleres Auftauen klappt im Wasserbad: einfach in kaltes Wasser legen, bis es weich genug ist.
Serviere Frischfutter bei Zimmertemperatur. So entfalten sich Aroma und Geschmack optimal. Zu kaltes Futter kann außerdem zu Magen-Darm-Beschwerden führen.
Dein Hund hat vorher noch nie Frischfutter bekommen? Am besten stellst du schrittweise über mehrere Tage auf die gegarten Menüs um, indem du sie nach und nach unter das gewohnte Futter mischst und den Anteil täglich etwas erhöhst. So hat der Magen-Darm-Trakt deines Hundes Zeit, sich an die neue Konsistenz und die veränderte Zusammensetzung zu gewöhnen.
Reagiert dein Hund empfindlich, kannst du die Umstellung auch etwas strecken und die neuen Anteile langsamer steigern. Hier erfährst du mehr zum Thema Futterumstellung.
Frischfutter ist für alle Hunde geeignet – ob Welpe, ausgewachsen oder Senior. Viele Hunde schätzen das frische Aroma und die natürliche Textur. Hunde mit empfindlicher Verdauung profitieren von der schonenden Garung. Frischfutter ist außerdem eine praktische Alternative für Hundehalter, die gerne selbst kochen, es aber zeitlich nicht immer schaffen.
- Das kommt drauf an. Bei hochwertigem Frischfutter werden die Zutaten mit ernährungsphysiologischen Zusätzen so abgestimmt, dass der komplette Nährstoffbedarf eines Hundes gedeckt wird. Ein Blick auf die Deklaration schafft Klarheit, ob es sich um ein Allein- oder nur um ein Ergänzungsfuttermittel handelt.
- Ja. Wenn du darauf achtest, dass es sich bei dem Frischfutter um ein Alleinfuttermittel handelt. Die Angabe dazu findest du auf der Verpackung.
- Da Frischfutter grundsätzlich hochwertiger ist und aufwendiger hergestellt wird, lässt es sich kaum zum Discounterpreis anbieten. Wer sparen möchte, profitiert von Abo-Modellen oder größeren Gebinden.
- In der Regel mehrere Tage. Die Haltbarkeit kann je nach Hersteller variieren, achte auf die Empfehlungen auf der Verpackung.
Frisches Hundefutter selbst ist nicht die Ursache einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Entscheidend ist der Fettgehalt der Mahlzeit.
Bei Hunden mit bekannter Pankreatitis oder erhöhtem Risiko sollte die Fütterung immer mit dem Tierarzt abgeklärt werden – unabhängig davon, ob Trocken-, Nass- oder Frischfutter gefüttert wird.