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Ein Dalmatiner Hund liegt vor einer Schüssel mit Hundefutter.

Gekühltes Frischfutter – Vorteile, Nachteile und wie gesund es ist

Welches Hundefutter passt zu deinem Hund?

Im großen LuckyChef Hundefutter-Check vergleichen wir die wichtigsten Fütterungsarten und zeigen, worauf es bei der Wahl ankommt. In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige über Frischfutter.

Den vollständigen Überblick über alle Fütterungsarten findest du in unserem Hundefutter-Check.

Was ist Frischfutter?

Wie selbst gekocht – aber ohne den Aufwand: Frischfutter bringt den Duft, die Qualität und den Geschmack einer frisch zubereiteten Mahlzeit in den Napf.

Sogenannte Frischemenüs, auch als Slow Cooked oder Fresh Cooked bezeichnet, werden

  • schonend
  • bei niedrigen Temperaturen und
  • kurzen Garzeiten zubereitet.

So bleiben Vitamine, hitzeempfindliche Nährstoffe und die natürlichen Aromen zu einem großen Teil erhalten. Für die Haltbarkeit wird Frischfutter in der Regel tiefgekühlt, so kann auf Konservierungsmittel verzichtet werden.

Woraus besteht hochwertiges Frischfutter?

Ein Frischfutter sollte als Alleinfuttermittel deklariert sein, nur dann ist es bedarfsdeckend. Das heißt, der Hund bekommt alles, was er braucht.

  • Wasser: Bildet die Basis der Ernährungspyramide des Hundes. Ohne ausreichend Flüssigkeit funktioniert kein Stoffwechselprozess im Hundekörper.
  • Proteine: Machen den Hauptbestandteil eines Menüs aus und können je nach Rezeptur aus tierischer oder pflanzlicher Quelle stammen. Proteine liefern die wichtigsten Bausteine für Muskeln, Organe und ein starkes Immunsystem.
  • Kohlenhydrate: Liefern in moderaten Mengen Energie für den Alltag, ohne dabei den Proteinanteil zu verdrängen.
  • Gemüse und Obst: Sorgen für Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.
  • Ergänzung: Öle, Kräuter und weitere Nährstoffe wie Mineralstoffe und Vitamine bilden die Spitze der Ernährungspyramide und gleichen aus, was bei einem Alleinfuttermittel über die Hauptzutaten nicht vollständig gedeckt werden kann.

So wird Frischfutter hergestellt

Je nach Hersteller kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Das Ziel ist immer: möglichst viele Nährstoffe und Aromen erhalten und das Futter gleichzeitig haltbar machen. 

Einfach unten ausklappen und mehr erfahren.

Alle Zutaten wie Fleisch und Gemüse werden zerkleinert und bei niedrigen Temperaturen, oft zwischen 80 und 90 Grad, in Wasserdampf gegart. Das tötet Keime zuverlässig ab, hält die Zutaten aber saftig und weich. 

Häufig werden die  Zutaten in größeren Mengen gegart und erst später in die Verpackung abgefüllt, dabei können Aromen und wasserlösliche Nährstoffe verloren gehen.

Die rohen Zutaten werden portioniert, vakuumiert und anschließend im geschlossenen Beutel bei sehr niedrigen Temperaturen, meist unter 80 Grad, langsam im Wasserbad gegart. 

Anders als beim Dampfgaren wird das Futter nicht umgefüllt und nichts abgegossen. So bleiben Nährstoffe, Aroma und Geschmack im Beutel erhalten, die sonst ins Kochwasser oder in den Dampf übergehen könnten. 

Um das frische Menü haltbar zu machen, wird es direkt eingefroren.

Manche Hersteller setzen nach dem Garen zusätzlich auf Hochdruck. Durch das High Pressure Processing (HPP) werden verbleibende Keime abgetötet, ohne weitere Hitze einzusetzen. 

HPP ist ein zusätzlicher Verarbeitungsschritt nach dem Garen. Dabei wirkt ein starker technischer Druck von mehreren Tausend Bar auf das Produkt, was die Textur einzelner Zutaten verändern kann.

Vorteile von gekühltem Frischfutter

Bioverfügbarkeit: Durch die niedrigen Temperaturen bei der Zubereitung bleiben wichtige Nährstoffe erhalten und können vom Hund effizient aufgenommen werden.

Konsistenz: Die Zutaten behalten ihre erkennbare Struktur, was viele Hunde optisch und geschmacklich überzeugt.

Akzeptanz: Wird häufig auch von wählerischen Hunden gerne gefressen. Hunde entscheiden mit der Nase, ob sie etwas appetitlich finden. Die natürlichen Aromen und die saftige Konsistenz sprechen ihre natürlichen Instinkte an.

Wie selbst gekocht: Frischemenüs sind ganz nah an selbst gekochtem Hundefutter, ohne den Aufwand der Zubereitung und der Nährstoffberechnung. Mit einem Alleinfuttermittel ist der Hund komplett versorgt.

Ohne Konservierungsmittel: Die Haltbarkeit wird in der Regel durch Tiefkühlung gewährleistet. Das macht künstliche Konservierungsstoffe überflüssig.

Verträglichkeit: Das Garen macht die Zutaten leicht verdaulich. Ein Benefit auch für Vierbeiner mit empfindlichen Magen.

Praktisch: Tiefgekühlt und direkt nach Hause geliefert, sind die Menüs jederzeit griffbereit, ohne zusätzlichen Einkauf oder aufwendige Vorbereitung.

Erfahrung aus der Praxis: Tierärztin Hanna Holster über Frischfutter

„Frischfutter bzw. Frischemenüs sind für mich eine der spannendsten Formen moderner Hundeernährung. Sie verbinden viele Vorteile des Selbstkochens mit dem Komfort eines fertigen Futters: frische Zutaten, viel Feuchtigkeit, nachvollziehbare Rezepturen und in der Regel deutlich weniger Verarbeitung als klassisches Trockenfutter.

Der große Pluspunkt ist die Alltagstauglichkeit. Nicht jeder möchte Fleisch schneiden, Gemüse garen, Mineralstoffe abwiegen und anschließend die Küche sanieren. Ein gutes Frischemenü übernimmt genau diesen Teil – vorausgesetzt, es ist fachlich entwickelt und als Alleinfuttermittel vollständig bedarfsdeckend.

Auch für wählerische Hunde, sensible Mägen oder individuelle Bedürfnisse können Frischemenüs sehr interessant sein. Sie riechen, schmecken und wirken näher an einer echten Mahlzeit, ohne dass man die Nährstoffversorgung dem Zufall überlassen muss.

Natürlich gilt auch hier: Frisch ist kein geschütztes Qualitätsversprechen. Entscheidend sind Rohstoffe, Rezeptur, Deklaration und eine saubere Herstellung. Aber wenn das stimmt, sind Frischemenüs für mich weit mehr als nur ein bequemer Kompromiss.

Mein Fazit: Frischemenüs kommen dem selbst gekochten Futter sehr nah – nur dass jemand anderes gerechnet, gekocht und aufgeräumt hat."

Eine Frau hält ihren kleinen Hund im Arm und lacht weil er an ihrem Gesicht schnuppert.

Nachteile von gekühltem Frischfutter

Haltbarkeit: Frischfutter ist kürzer haltbar als Trocken- oder Nassfutter.

Gekühlte Lagerung notwendig: Im Kühlschrank hält sich Frischfutter je nach Hersteller einige Tage. Ungeöffnetes Frischfutter lagert man am besten im Kühlfach bzw. in der Kühltruhe.

Preis: Unabhängig vom Garverfahren setzen viele Frischfutter-Hersteller auf hohe Rohstoffqualität und Frische. Die schonende Herstellung und die Qualität der Zutaten schlagen sich im Preis nieder.

Darauf solltest du bei der Fütterung von Frischfutter achten

Zunächst ist ein Blick auf die Deklaration wichtig. Sie gibt darüber Auskunft, ob es sich bei einem Frischfutter um ein Alleinfuttermittel oder um ein Ergänzungsfuttermittel handelt.

Bei einer geschlossenen Deklaration werden Zutaten nur allgemein als Kategorien wie „Fleisch und fleischliche Nebenerzeugnisse“ oder „Gemüse“ genannt. Besser ist eine halboffene oder offene Deklaration. Dann siehst du genau, welche Zutaten enthalten sind und in welcher Menge.

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Wie viel Frischfutter ein Hund täglich braucht, richtet sich nach seinem Gewicht, Aktivitätslevel und Alter. Richtwerte dazu findest du bei den meisten Herstellern auf der Verpackung. 

Die Menge lässt sich bei Bedarf leicht anpassen, je nachdem, wie aktiv der Hund ist. Die Tagesration kann auf zwei oder mehr Portionen aufgeteilt werden. Das entlastet den Magen und sorgt über den Tag verteilt für eine gleichmäßigere Energieversorgung.

Je nach Hersteller muss das Futter unterschiedlich aufbewahrt werden. Meist gilt: Ungeöffnete Packungen gehören tiefgekühlt bei minus 18 Grad in den Tiefkühler. 

Zum Auftauen die Frischemenüs am besten über Nacht in den Kühlschrank legen. Geöffnete Packungen halten sich dort meist mehrere Tage. Schnelleres Auftauen klappt im Wasserbad: einfach in kaltes Wasser legen, bis es weich genug ist.

Serviere Frischfutter bei Zimmertemperatur. So entfalten sich Aroma und Geschmack optimal. Zu kaltes Futter kann außerdem zu Magen-Darm-Beschwerden führen. 

Dein Hund hat vorher noch nie Frischfutter bekommen? Am besten stellst du schrittweise über mehrere Tage auf die gegarten Menüs um, indem du sie nach und nach unter das gewohnte Futter mischst und den Anteil täglich etwas erhöhst. So hat der Magen-Darm-Trakt deines Hundes Zeit, sich an die neue Konsistenz und die veränderte Zusammensetzung zu gewöhnen. 

Reagiert dein Hund empfindlich, kannst du die Umstellung auch etwas strecken und die neuen Anteile langsamer steigern. Hier erfährst du mehr zum Thema Futterumstellung.

FAQ Frischfutter

Hier beantworten wir wichtige Fragen zu Frischfutter für Hunde.  

Dir fehlt etwas? 

Dann schreib gerne an unsere Redaktion! 

etrieba@luckychef.com

Ist gekühltes Frischfutter ein Alleinfuttermittel?

Das kommt darauf an. Bei hochwertigem Frischfutter werden die Zutaten mit ernährungsphysiologischen Zusätzen so abgestimmt, dass der komplette Nährstoffbedarf eines Hundes gedeckt wird. Ein Blick auf die Deklaration schafft Klarheit, ob es sich um ein Alleinfuttermittel oder nur um ein Ergänzungsfuttermittel handelt.

Ist Frischfutter gut für meinen Hund?

Frischfutter eignet sich grundsätzlich für alle – ob Welpe, ausgewachsen oder Senior. Ganz besonders wählerische Fresser schätzen das frische Aroma und die für Hunde angenehme Textur. Hunde mit empfindlicher Verdauung profitieren von der schonenden Garung. Und es ist eine praktische Alternative für Hundehalter, die gerne selbst kochen, es aber zeitlich nicht immer schaffen. Entdecke die LuckyChef FreshMenus.

Wie lange ist Frischfutter im Kühlschrank haltbar?

In der Regel mehrere Tage. Die Haltbarkeit kann je nach Hersteller variieren. Achte deshalb auf die Empfehlungen auf der Verpackung.

Ist Frischfutter gesund?

Ja – hochwertiges Frischfutter kann eine gesunde und ausgewogene Ernährungsform für Hunde sein. Durch die schonende Garung bleiben mehr natürliche Inhaltsstoffe und Aromastoffe erhalten. Entscheidend ist außerdem, dass die Rezeptur bedarfsgerecht zusammengestellt ist und den Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

Wo kann ich günstiges Frischfutter kaufen?

Da Frischfutter grundsätzlich hochwertiger ist und aufwendiger hergestellt wird, lässt es sich kaum zum Discounterpreis anbieten. Wer sparen möchte, profitiert von Abo-Modellen oder größeren Gebinden. Bei LuckyChef bekommst du FreshMenus zum Ausprobieren 20 % günstiger.

Überblick der Fütterungsarten

Gekühltes Frischfutter ist eine von vielen Optionen für den Hundenapf. Wenn du dir einen kompletten Überblick über alle Fütterungsarten verschaffen willst, lohnt sich ein Blick in unseren großen Hundefutter-Check.