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Welpenfutter: Was du für einen gesunden Start ins Leben wissen musst

Welches Hundefutter passt zu deinem Hund? Beim Hundekind ganz klar: Welpenfutter! Aber welches ist das Richtige? Wir geben dir wichtige Tipps.

Du möchtest dich über weitere Fütterungsarten informieren? Im großen LuckyChef Hundefutter-Check nehmen wir sie alle unter die Lupe.

Den vollständigen Überblick über alle Fütterungsarten findest du in unserem Hundefutter-Check.  

Deshalb ist Welpenfutter wichtig

Klein, aber mit großen Zielen: Im ersten halben Lebensjahr wächst dein Hund unglaublich schnell: Organe, Knochen, Muskeln und das Immunsystem entwickeln sich rasant. Welpenfutter muss im Verhältnis zum Körpergewicht deutlich mehr Energie und Nährstoffe liefern als Futter für erwachsene Hunde.

Das gilt besonders für die ersten Lebensmonate. Fehler in dieser Zeit lassen sich später kaum ausgleichen. Chronische Gelenkprobleme oder eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten können die Folge sein.

Ein bedarfsgereichtes Welpenfutter liefert viel Protein sowie Calcium und Phosphor. Welpen haben außerdem einen höheren Bedarf an essenziellen Fettsäuren wie Omega-3.

Die Vorteile von Welpenfutter auf einen Blick:

  • Bedarfsdeckend: Es liefert genau die Nährstoffmengen, die ein wachsender Körper braucht, ohne dass mit Nährstoffen ergänzt werden muss.
  • Angepasster Energiegehalt: Der Welpe bekommt die Energiemenge, die er für sein Wachstum benötigt, ohne Unter- oder Überversorgung.
  • Unterstützt gesundes Wachstum: Ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis und angepasste Protein- und Fettmengen fördern ein gleichmäßiges Wachstum und senken das Risiko für spätere Gelenkprobleme.

Wachstumsphasen eines Welpen

  • In den ersten Lebenswochen braucht ein Welpe vor allem eines: Nähe zur Hundemama und Ruhe für die ersten Entwicklungsschritte. 
  • Ab etwa der 8. Lebenswoche beginnt die Wachstumsphase, in der Welpen sichtbar in die Höhe schießen. 
  • Bis etwa zum 7. Lebensmonat legen Knochen und Muskulatur besonders schnell zu. Kleine Hunderassen durchlaufen diese Phase früher als mittlere und große Rassen. 
  • Danach beginnt die sogenannte Reifephase: Der Körper wird stabiler, die Proportionen gleichen sich aus, auch wenn die gesamte Entwicklung oft noch nicht abgeschlossen ist.
  • Wirklich ausgewachsen und bereit für Adult-Futter ist ein Hund, wenn sich die Wachstumsfugen schließen, was je nach Rasse und Endgröße meist zwischen dem 12. und 24. Lebensmonat passiert.

Was Futter für Welpen und junge Hunde enthalten muss

Proteine: Der Hauptbaustein für Muskeln und Gewebe. Ein bedarfsgerechtes Welpenfutter enthält besonders hochwertiges Protein und viele essenzielle Aminosäuren – wichtig für den Aufbau und den Erhalt z. B. von Muskeln und Organen. 

Fette: Sie liefern viel Energie sowie essenzielle Fettsäuren und sind wichtig für die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem. Gutes Welpenfutter sollte Omega-3-Fettsäuren wie DHA und EPA enthalten. 

Calcium und Phosphor: Entscheidend für den Knochenaufbau. Ein gutes Welpenfutter bringt beide Nährstoffe nicht nur in der passenden Menge, sondern auch im richtigen Verhältnis von 1,2 zu 1 bis 1,5 zu 1 mit. 

Vitamine und Spurenelemente: Vitamin E stärkt das Immunsystem, Spurenelemente wie Kupfer, Jod, Selen und Zink unterstützen viele Stoffwechselprozesse, Vitamin A fördert die Augengesundheit und Vitamin D ist besonders wichtig für die Knochenentwicklung. 

Kohlenhydrate: Sie liefern Energie und sollten in Welpenfutter aus leicht verdaulichen Quellen wie z. B. Süßkartoffeln stammen.

Erfahrung aus der Praxis: Tierärztin Hanna Holster über Welpenfutter

„Welpenfutter soll einen jungen Hund nicht möglichst schnell groß machen, sondern möglichst gesund erwachsen werden lassen. Das klingt selbstverständlich. Ist es auf dem Futtermittelmarkt aber nicht immer. 

Ein Welpe braucht nicht einfach mehr von allem, sondern eine genau abgestimmte Versorgung mit Energie, hochwertigem Protein, Mineralstoffen und Vitaminen. Besonders wichtig sind Calcium, Phosphor und deren Verhältnis zueinander. 

Zu viel Energie beschleunigt das Wachstum, macht Knochen und Gelenke aber nicht automatisch belastbarer. Gerade bei großen Rassen ist „schneller groß“ kein Qualitätsmerkmal, sondern eher ein Grund zur Sorge. Denn im Welpenalter werden Grundlagen gelegt, die den Hund lange begleiten können. 

Eine dauerhaft unpassende Energie- oder Mineralstoffversorgung kann das Risiko für spätere Probleme an Knochen, Gelenken und Gewicht erhöhen. Wachstum verzeiht einiges – aber eben nicht alles. Kritisch sehe ich deshalb Anbieter, die nahezu jedes Menü für jede Lebensphase empfehlen. 

Ein erwachsener Hund, ein Welpe und ein Senior haben nun einmal nicht dieselben Bedürfnisse – auch wenn das Etikett gern so tut, als ließe sich Biologie mit einem Sternchen lösen. Ebenso wenig sinnvoll sind zusätzliche Mineralstoffpräparate auf eigene Faust. 

Wer zu einem bedarfsdeckenden Welpenfutter noch Calcium, Knochenmehl oder Vitamine ergänzt, verbessert die Ration nicht automatisch. Manchmal ergänzt man vor allem das Problem. Aus tierärztlicher Sicht muss Welpenfutter speziell für das Wachstum entwickelt sein, zur erwarteten Endgröße passen und so gefüttert werden, dass der Hund schlank bleibt. 

Mein Fazit: Welpen dürfen wachsen. Die Rezeptur sollte dabei nicht nur den Überblick behalten, sondern auch an den erwachsenen Hund denken.”

Hundefutter für Welpen – welches ist hochwertig?

Der Markt für Welpenfutter ist riesig. Zwischen vielen bunten Verpackungen, Versprechen und Ernährungskonzepten den Überblick zu behalten? 

Gar nicht so einfach! Ein guter Ausgangspunkt sind die verschiedenen Futterarten:

Trockenfutter für Welpen: Speziell formuliertes Welpen-Trockenfutter deckt den erhöhten Nährstoffbedarf gezielt ab und ist praktisch zu lagern. Durch die kompakte Form eignet es sich außerdem gut zum Portionieren und lässt sich, falls nötig, mit warmem Wasser aufweichen. 

  • In unserem Hundefutter-Check erfährst du mehr zum Thema Trockenfutter. 

Nassfutter für Welpen: Bietet einen höheren Feuchtigkeitsgehalt und wird von vielen Welpen gerne angenommen. Der Wechsel von Muttermilch zu Nassfutter ist für den Welpen oft einfacher als zu Trockenfutter. 

  • In unserem Hundefutter-Check erfährst du alles zu den Vor- und Nachteilen von Nassfutter.

BARF: Rohfütterung bei Welpen ist grundsätzlich möglich, allerdings nur mit sehr guter Planung. Der Nährstoffbedarf eines Welpen ist sehr speziell. Gerade das Calcium-Phosphor-Verhältnis muss besonders sorgfältig berechnet werden. 

  • Umfassende Infos zum Barfen und den Herausforderungen findest du in unserem Hundefutter-Check.

Selbst kochen: Selbst gekochtes Futter punktet mit natürlichen Zutaten. Es ist besonders gut verdaulich und man hat volle Kontrolle darüber, was im Napf landet. Ohne eine durchdachte Rezeptur und passende Supplemente drohen jedoch auch hier Nährstofflücken beim Welpen. 

  • Der Hundefutter-Check nimmt das Thema Selbstkochen unter die Lupe.
Frischfutter für Welpen: Frischemenüs sind schonend gegart. Die Konsistenz und das Aroma ähneln frisch zubereiteten Mahlzeiten und kommen bei vielen Welpen gut an. Außerdem sind Frischemenüs leicht verdaulich und sie liefern viele natürliche Nährstoffe.

  •  Im großen Hundefutter-Check erfährst du mehr zum Thema Frischfutter. 

Das ist bei der Fütterung eines Welpen zu beachten

Die Fütterung von Welpen und jungen Hunden ist kein Selbstläufer. Folgende Fehler sind besonders häufig:

Überversorgung: Zu viel Futter, weil Appetit mit tatsächlichem Bedarf verwechselt wird. Außerdem werden Leckerlis, Kauartikel und Trainingssnacks häufig nicht in die Tagesration eingerechnet. Zu schnelles Wachstum: Ein zu energiereiches Futter beschleunigt das Wachstum zu stark. Das erhöht besonders bei großen Rassen das Risiko für Skelettprobleme wie Hüft- oder Ellbogendysplasie. Ungeeignete Versorgung mit Calcium und Phosphor: Eine Unterversorgung, eine Überversorgung und das falsche Verhältnis zwischen Calcium und Phosphor kann das die Knochenentwicklung eines Welpen ernsthaft schädigen. Zu frühe Umstellung: Wechselt man zu früh auf Adult-Futter oder wird zu oft die Futtersorte umgestellt, bekommt der Welpe möglicherweise nicht mehr genügend Nährstoffe für sein noch andauerndes Wachstum.

Einfach unten ausklappen und mehr zur richtigen Fütterung von Welpen erfahren. 

Mit etwa 12 Wochen ziehen viele Welpen in ihr neues Zuhause. In den ersten Tagen gilt: beim gewohnten Futter bleiben, denn der Puppy hat schon genug Neues zu verarbeiten. 

Beim Züchter oder dem Tierheim informieren, welches Futter der Welpe bisher bekommen hat. Soll das Futter gewechselt werden, klappt das am besten über einen Zeitraum von etwa 10 Tagen: In dieser Zeit wird noch das bekannte Futter gegeben, der Anteil des neuen Futters aber täglich erhöht.

Speziell auf Welpen und Junghunde abgestimmtes Futter wird je nach Hersteller als Welpenfutter, Puppyfutter oder Juniorfutter bezeichnet. 

Grundsätzlich ist entscheidend, ob es sich um ein Alleinfuttermittel oder ein Ergänzungsfutter handelt. Nur ein deklariertes Alleinfutter liefert komplett alles, was ein Welpe für eine gesunde Entwicklung braucht. 

Ein gutes Wachstumsfutter zeichnet sich vor allem durch einen hohen Energiegehalt und hochwertige, gut verdauliche Proteine aus.

Wie viel Futter ein Welpe braucht, ist ganz individuell. Entscheidend sind das aktuelle Körpergewicht, die erwartete Endgröße, die Aktivität und wie energiereich das jeweilige Futter ist. 

Wichtig zu wissen: Je mehr Energie und Nährstoffe gefüttert werden, desto schneller wächst ein Welpe. Er wird also nicht dick, sondern schneller groß. Oft schneller, als es für ihn gesund ist. 

Die beste Orientierung für die richtige Futtermenge bietet eine individuelle Wachstumskurve, die dein Tierarzt anhand von Rasse und dem Gewicht der Elterntiere erstellen kann. Wiege deinen Welpen während des ersten Lebensjahres wöchentlich und vergleiche das Gewicht mit der Kurve.

  • Bei großen Rassen muss man besonders aufpassen, dass sie nicht zu schnell in die Höhe schießen. Es gilt: Lieber etwas zu dünn als zu schnelles Wachstum.
  • Kleine Rassen haben einen höheren Stoffwechsel und schließen ihr Wachstum meist deutlich schneller ab als große Rassen. Die Wachstumsgeschwindigkeit wird über die Futtermenge berücksichtigt.

Der richtige Zeitpunkt für die Futterumstellung ist erreicht, wenn das Gewicht eines jungen Hundes über mehrere Wochen stabil bleibt und er kaum noch an Größe zunimmt. 

Das zeigt, dass der erhöhte Nährstoffbedarf nicht mehr nötig ist. Bei großen Hunderassen ist das Knochenwachstum meist mit etwa 14 bis 16 Monaten abgeschlossen.

Hier eine grobe Orientierung für die Umstellung auf Adult Hundefutter:

  • Klein (z. B. Havaneser, Dackel) / Bis 10 kg: nach etwa 10 bis 12 Monaten 
  • Mittel (z. B. Beagle, Cocker Spaniel) / 10 bis 25 kg: nach etwa 12 bis 15 Monaten 
  • Groß (z. B. Labrador, Golden Retriever) / 25 bis 40 kg: nach etwa 12 bis 18 Monaten 
  • Riesig (z. B. Deutsche Dogge, Bernhardiner) / Über 40 kg: nach etwa 18 bis 24 Monaten

FAQ Welpenfutter

Hier beantworten wir wichtige Fragen zu Welpenfutter 

Dir fehlt etwas? Dann schreib gerne an unsere Redaktion!

redaktion@luckychef.com

Häufige Fragen zu Welpenfutter & Welpenfütterung

Gutes Welpenfutter geht auf die Bedürfnisse junger Hunde ein. Du erkennst es an einer offenen Deklaration mit einer hochwertigen Proteinquelle an erster Stelle und dem Verzicht auf unnötige Füllstoffe oder Zusatzstoffe. 

Das Menü muss bedarfsdeckend und als Alleinfuttermittel für Welpen formuliert sein. Achte außerdem darauf, dass Calcium und Phosphor im Verhältnis zueinander passen.

Nimm dir einige Tage Zeit, wenn du die Fütterungsart umstellst, zum Beispiel von Trocken- auf Nassfutter. Wenn du bei der gleichen Futterart bleibst, kannst du von einen Tag auf den anderen von Puppy auf Adult umstellen. Möchtest du besonders vorsichtig sein, kannst du das Futter innerhalb von drei Tagen langsam umstellen, indem du den Anteil für erwachsene Hunde täglich erhöhst und den des Welpenfutters entsprechend reduzierst. 

An erster Stelle der Zutatenliste sollte immer eine hochwertige Proteinquelle stehen, wie Fleisch oder Fisch, gefolgt von weiteren Proteinlieferanten oder leicht verdaulichen Kohlenhydraten wie Süßkartoffel oder Vollkorn. Je weiter vorne eine Zutat auf der Liste steht, desto mehr davon steckt im Futter.

„Bestes Welpenfutter“ gibt es nicht. Das Futter muss zu deinem Hund passen. 

Entscheidend ist, dass es hochwertige Proteine an erster Stelle enthält und ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis bietet.

Tierärzte empfehlen in der Regel kein bestimmtes Produkt, sondern raten zu Futter, das eine vollständige Bedarfsdeckung nachweist. Im Zweifel lohnt sich die individuelle Rücksprache.

Sobald dein Hund ausgewachsen ist, solltest du kein Welpenfutter mehr geben. Der hohe Energie-, Protein- und Calciumgehalt ist dann nicht mehr nötig und kann sogar zu Übergewicht oder einer unnötigen Belastung der bereits ausgewachsenen Gelenke führen.

Im Grunde ja, „Junior" bezeichnet manchmal eine etwas spätere Wachstumsphase, während „Welpenfutter" für die ersten, besonders intensiven Wachstumsmonate steht.

Nicht zwingend, getreidefrei ist vor allem bei nachgewiesener Unverträglichkeit sinnvoll, ansonsten liefern hochwertige Getreidesorten durchaus wertvolle, leicht verdauliche Kohlenhydrate.

Überblick der Fütterungsarten

Wie weiter nach dem Welpenfutter? Welches Futter ist das richtige für einen erwachsenen Hund? Wenn du dir einen kompletten Überblick über alle Fütterungsarten verschaffen willst, lohnt sich ein Blick in unseren großen Hundefutter-Check.

  • In unserem Hundefutter-Check Trockenfutter für Hunde erklären wir dir zum Beispiel, welche Arten von Trockenfutter es gibt und was du bei der Fütterung beachten solltest.
  • Was genau macht ein Sensitive Hundefutter besonders? Das erfährst du im Hundefutter-Check zu sensitiven Hundefutterarten.
  • Wie eine naturnahe, rohe Ernährung für deinen Hund aussehen kann, verraten wir dir im Hundefutter-Check zu BARF für Hunde.
  • Wenn du wissen willst, wie du frisch füttern kannst, ohne selbst zu kochen, lohnt sich ein Blick in unseren Hundefutter-Check in Sachen Frischfutter für Hunde.