

Mit etwa 12 Wochen ziehen viele Welpen in ihr neues Zuhause. In den ersten Tagen gilt: beim gewohnten Futter bleiben, denn der Puppy hat schon genug Neues zu verarbeiten.
Beim Züchter oder dem Tierheim informieren, welches Futter der Welpe bisher bekommen hat. Soll das Futter gewechselt werden, klappt das am besten über einen Zeitraum von etwa 10 Tagen: In dieser Zeit wird noch das bekannte Futter gegeben, der Anteil des neuen Futters aber täglich erhöht.
Speziell auf Welpen und Junghunde abgestimmtes Futter wird je nach Hersteller als Welpenfutter, Puppyfutter oder Juniorfutter bezeichnet.
Grundsätzlich ist entscheidend, ob es sich um ein Alleinfuttermittel oder ein Ergänzungsfutter handelt. Nur ein deklariertes Alleinfutter liefert komplett alles, was ein Welpe für eine gesunde Entwicklung braucht.
Ein gutes Wachstumsfutter zeichnet sich vor allem durch einen hohen Energiegehalt und hochwertige, gut verdauliche Proteine aus.
Wie viel Futter ein Welpe braucht, ist ganz individuell. Entscheidend sind das aktuelle Körpergewicht, die erwartete Endgröße, die Aktivität und wie energiereich das jeweilige Futter ist.
Wichtig zu wissen: Je mehr Energie und Nährstoffe gefüttert werden, desto schneller wächst ein Welpe. Er wird also nicht dick, sondern schneller groß. Oft schneller, als es für ihn gesund ist.
Die beste Orientierung für die richtige Futtermenge bietet eine individuelle Wachstumskurve, die dein Tierarzt anhand von Rasse und dem Gewicht der Elterntiere erstellen kann. Wiege deinen Welpen während des ersten Lebensjahres wöchentlich und vergleiche das Gewicht mit der Kurve.
- Bei großen Rassen muss man besonders aufpassen, dass sie nicht zu schnell in die Höhe schießen. Es gilt: Lieber etwas zu dünn als zu schnelles Wachstum.
- Kleine Rassen haben einen höheren Stoffwechsel und schließen ihr Wachstum meist deutlich schneller ab als große Rassen. Die Wachstumsgeschwindigkeit wird über die Futtermenge berücksichtigt.
Der richtige Zeitpunkt für die Futterumstellung ist erreicht, wenn das Gewicht eines jungen Hundes über mehrere Wochen stabil bleibt und er kaum noch an Größe zunimmt.
Das zeigt, dass der erhöhte Nährstoffbedarf nicht mehr nötig ist. Bei großen Hunderassen ist das Knochenwachstum meist mit etwa 14 bis 16 Monaten abgeschlossen.
Hier eine grobe Orientierung für die Umstellung auf Adult Hundefutter:
- Klein (z. B. Havaneser, Dackel) / Bis 10 kg: nach etwa 10 bis 12 Monaten
- Mittel (z. B. Beagle, Cocker Spaniel) / 10 bis 25 kg: nach etwa 12 bis 15 Monaten
- Groß (z. B. Labrador, Golden Retriever) / 25 bis 40 kg: nach etwa 12 bis 18 Monaten
- Riesig (z. B. Deutsche Dogge, Bernhardiner) / Über 40 kg: nach etwa 18 bis 24 Monaten