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Sensitive Hundefutter – für welche Hunde es sinnvoll ist

Welches Hundefutter passt zu deinem Hund? 

Im großen LuckyChef Hundefutter-Check vergleichen wir die wichtigsten Fütterungsarten und zeigen, worauf es bei der Wahl ankommt. In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige über Sensitive Hundefutter.

Den vollständigen Überblick über alle Fütterungsarten findest du auf unserer Themenseite Hundefutter-Check.

Was ist Sensitive Hundefutter?

Nicht jeder Hund verträgt jedes Futter gleich gut. Genau hier setzt Sensitive Hundefutter an: Es soll die Ernährung besonders sensibler Hunde unterstützen und den Verdauungstrakt möglichst wenig belasten. 

Sensitive ist allerdings kein geschützter Begriff. Es gibt also keine festen gesetzlichen Vorgaben, welche Zutaten enthalten sein müssen oder wie ein Sensitive-Futter hergestellt wird. Je nach Hersteller können sich die Rezepturen deutlich unterscheiden. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen. 

Immerhin: Viele Hersteller verfolgen einen ähnlichen Ansatz. Sie setzen auf ausgewählte Proteinquellen, möglichst überschaubare Rezepturen und gut verträgliche Zutaten. Wie konsequent diese Prinzipien umgesetzt werden, unterscheidet sich jedoch von Produkt zu Produkt.

Gut zu wissen: Sensitive-Futter richtet sich allgemein an ernährungssensible Hunde, ohne automatisch für die Diagnose oder Behandlung einer Futtermittelallergie geeignet zu sein, wie es zum Beispiel bei hypoallergenem Hundefutter der Fall ist.

Welche Arten von Sensitive Hundefutter gibt es? 

Sensitive beschreibt keine bestimmte Herstellungsart, sondern ein Ernährungskonzept. Ziel ist es, Rezepturen möglichst allergenarm zu gestalten. Dafür können unterschiedliche Ansätze genutzt werden.  

Sensitive Hundefutter: Monoprotein

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Viele Sensitive-Produkte setzen auf Monoprotein. Das bedeutet, dass das tierische Eiweiß ausschließlich aus einer Proteinquelle stammt – beispielsweise Pferd, Wild oder Lamm. 

Eine einzige Proteinquelle erleichtert es, mögliche Unverträglichkeiten einzugrenzen. Gleichzeitig sind Monoprotein-Rezepturen häufig bewusst einfach aufgebaut und enthalten nur wenige weitere Zutaten. 

Monoprotein ist allerdings kein Qualitätsmerkmal und keine Garantie für Verträglichkeit. Auch auf seltene Proteinquellen können Hunde allergisch reagieren.

Sensitive Hundefutter: verträgliche Rezepturen

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Neben der Proteinquelle spielt die gesamte Rezeptur eine wichtige Rolle. Viele Sensitive-Futter setzen auf leicht verdauliche Kohlenhydratquellen sowie bewusst ausgewählte Zutaten mit einer klaren Funktion innerhalb der Rezeptur. 

Je übersichtlicher die Zutatenliste aufgebaut ist, desto leichter lässt sich nachvollziehen, welche Bestandteile der Hund erhält. Das kann insbesondere bei ernährungssensiblen Hunden hilfreich sein.

Sensitive Hundefutter: Schonende Garung

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Frischfutter kann für sensible Vierbeiner besonders geeignet sein. In Sensitive Rezepturen kommen häufig ausgewählte Proteinquellen wie Pferd oder Wild, gut verträgliche Kohlenhydratquellen und funktionell ausgewählte Zutaten zum Einsatz. 

Im Unterschied zu klassischem Dosenfutter werden solche Menüs meist schonend gegart und anschließend direkt gekühlt oder tiefgekühlt. So bleibt der erreichte Qualitätszustand erhalten, ohne dass das fertige Produkt zur Haltbarmachung stark erhitzt werden muss.

In unserem Hundefutter-Check erfährst du mehr über Frischfutter. 

BARF nach Billinghurst

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Das von Ian Billinghurst entwickelte BARF-Konzept sieht eine deutlich vielfältigere Rationsgestaltung vor. 

In einem Zeitraum von zwei Wochen empfiehlt Billinghurst beispielsweise 

  • 16-mal rohe, fleischige Knochen oder Fisch, 
  • viermal Gemüse, Ei, Hüttenkäse, Joghurt oder Obst, 
  • viermal Innereien, zweimal reines Fleisch sowie 
  • zwei Fastentage. 
Ergänzt wird die Ration mit Zusätzen wie Bierhefe, Algen, Vitamin C, Knoblauch und verschiedenen Ölen. 

Dieses Modell ist bis heute die Grundlage für die meisten BARF-Rationen.

Wann ist Sensitive Hundefutter sinnvoll?

Nicht jeder empfindliche Magen ist gleich ein Fall für Spezialfutter. Dennoch gibt es Situationen, in denen die Sensitive-Fütterung eine sinnvolle Wahl sein kann.

Bei einer empfindlichen Verdauung

Leidet ein Hund häufiger unter weichem Kot, Blähungen oder einer sensiblen Verdauung, kann eine überschaubare Rezeptur mit gut verträglichen Zutaten helfen.

Bei vermuteten Futtermittelunverträglichkeiten

Zeigt ein Hund nach dem Fressen regelmäßig Beschwerden, kann Sensitive-Futter ein erster Schritt sein. Bleiben die Symptome bestehen, sollte jedoch tierärztlich abgeklärt werden, ob möglicherweise eine Futtermittelallergie oder eine andere Erkrankung vorliegt.

Nach Magen-Darm-Problemen

Nach einer überstandenen Magen-Darm-Erkrankung empfehlen viele Tierärzte Sensitive-Futter, um den Verdauungstrakt langsam wieder an normale Kost zu gewöhnen.

Für sensible Hunde

Manche Hunde reagieren generell empfindlicher auf Futterumstellungen oder stark wechselnde Rezepturen. Eine leichte, gut verträgliche Ernährung kann helfen, den Verdauungstrakt langfristig zu entlasten.

Nach Operationen bzw. in Recovery-Phasen

Nach einer Operation oder einer überstandenen Erkrankung ist der Körper oft besonders gefordert. In solchen Recovery-Phasen kann besonders gut verträgliches Futter den Hund dabei unterstützen, behutsam in den Alltag zurückzufinden. Viele Tierärzte empfehlen in dieser Zeit leicht verdauliche Rezepturen mit ausgewählten Zutaten, um den Verdauungstrakt möglichst wenig zu belasten.

Welche Ernährung in der Erholungsphase sinnvoll ist und ob eine Umstellung der Futterart grundsätzlich empfehlenswert ist, hängt jedoch immer von der Erkrankung, der Behandlung und den individuellen Bedürfnissen des Hundes ab. Deshalb sollte die Fütterung nach einer Operation oder schweren Erkrankung stets mit dem Tierarzt abgestimmt werden.

Vorteile von Sensitive Hundefutter

Für empfindliche Hunde entwickelt. Sensitive-Rezepturen richten sich gezielt an Hunde mit einer sensiblen Verdauung oder vermuteten Futtermittelunverträglichkeiten. 

Bewusst ausgewählte Zutaten. Viele Sensitive-Futter setzen auf gut verträgliche Protein- und Kohlenhydratquellen sowie möglichst überschaubare Rezepturen. Monoprotein kann die Auswahl erleichtern. Eine einzige tierische Proteinquelle hilft dabei, mögliche Unverträglichkeiten besser einzugrenzen. 

In vielen Fütterungsarten erhältlich.  Sensitive-Rezepturen gibt es heute als Trockenfutter, Nassfutter und schonend gegarte Frischemenüs. 

Gut planbare Ernährung.  Eine konstante Rezeptur mit klar deklarierten Zutaten erleichtert es vielen Hundebesitzern, die Ernährung ihres Hundes langfristig im Blick zu behalten. 

Nachteile von Sensitive Hundefutter

Sensitive ist kein geschützter Begriff. Welche Eigenschaften ein Sensitive-Futter erfüllt, entscheidet jeder Hersteller selbst. Ein Blick auf Zutatenliste und Deklaration lohnt sich deshalb immer.  

Nicht automatisch hypoallergen. Sensitive-Futter kann für viele Hunde gut geeignet sein, ersetzt bei einer diagnostizierten Futtermittelallergie jedoch keine konsequente Ausschlussdiät. 

Qualität und Rezepturen unterscheiden sich deutlich. Nicht jedes Sensitive-Futter verfolgt denselben Ansatz. Unterschiede gibt es unter anderem bei den Zutaten, der Herstellung und der Zusammensetzung. 

Häufig etwas teurer. Ausgewählte Zutaten oder spezielle Rezepturen können sich im Preis bemerkbar machen. Selbst kochen kann eine Alternative sein.

Erfahrung aus der Praxis: Tierärztin Hanna Holster über Sensitive Futter

„Sensitivfutter ist für Hunde gedacht, die auf bestimmte Zutaten empfindlich reagieren, einen sensiblen Magen-Darm-Trakt haben oder deren Fütterung bewusst übersichtlich gehalten werden soll. Der Gedanke dahinter ist sinnvoll: weniger mögliche Störfaktoren, klar definierte Proteinquellen und eine Rezeptur, bei der man noch erkennt, was eigentlich im Napf landet. 

Unsere Sensitiv-Menüs mit Wild beziehungsweise Pferd sind jeweils als Monoprotein-Rezeptur aufgebaut und getreidefrei. Das kann besonders für Hunde hilfreich sein, die andere tierische Proteinquellen nicht gut vertragen oder bei denen man die Auswahl der Zutaten gezielt begrenzen möchte. 

Monoprotein bedeutet allerdings nicht automatisch hypoallergen. Es bedeutet zunächst nur, dass eine tierische Proteinquelle eingesetzt wird. Auch Pferd und Wild können theoretisch Reaktionen auslösen – das Immunsystem liest schließlich keine Produktbeschreibung. 

Wichtig ist deshalb die Abgrenzung: Sensitivfutter kann bei bekannten Unverträglichkeiten, empfindlicher Verdauung oder zur bewussten Reduktion der Zutatenvielfalt eine sehr gute Wahl sein. Für die sichere Diagnose einer Futtermittelallergie reicht es dagegen nicht automatisch aus. Dafür braucht es eine konsequent geplante Ausschlussdiät, gegebenenfalls mit einer hydrolysierten Diät und anschließender Provokation. 

Mein Fazit: Sensitivfutter ist kein Allergiefutter mit anderem Etikett. Es ist eine gezielt reduzierte, gut nachvollziehbare Fütterung für sensible Hunde – und genau darin liegt seine Stärke.”

Sensitive Hundefutter: darauf solltest du bei der Fütterung achten

Nicht jedes Sensitive Futter passt zu jedem Hund. Wir haben ein paar Tipps für dich.

Einfach ausklappen und mehr erfahren.

Eine transparente Zutatenliste und klar benannte Proteinquellen erleichtern es, verschiedene Produkte miteinander zu vergleichen. Auch die Zusammensetzung der Rezeptur liefert wichtige Hinweise auf die Qualität eines Futters. 

Insbesondere die Unterscheidung zwischen Alleinfuttermittel und Ergänzungsfuttermittel ist ein Muss. Auch der Begriff Monoprotein kann hilfreich sein, um das geeignete Futter für einen sensiblen Hund zu finden.

Auch besonders gut verträgliches oder selbst gekochtes Sensitiv Futter sollte nicht von heute auf morgen eingeführt werden. Eine langsame Umstellung über mehrere Tage gibt dem Verdauungssystem Zeit, sich an die neue Rezeptur zu gewöhnen.

Verdauungsprobleme können viele Ursachen haben. Halten Beschwerden länger an oder treten sie immer wieder auf, sollte zunächst tierärztlich abgeklärt werden, ob eine Erkrankung oder Futtermittelallergie vorliegt.

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FAQ Sensitiv Hundefutter

Hier beantworten wir wichtige Fragen zu Sensitiv Hundefutter.  

Dir fehlt etwas? 

Dann schreib gerne an unsere Redaktion! 

etrieba@luckychef.com

Häufige Fragen Sensitiv Hundefutter

Sensitive-Hundefutter richtet sich an Hunde mit einer empfindlichen Verdauung oder vermuteten Futtermittelunverträglichkeiten. Ziel ist es, die Ernährung möglichst gut verträglich zu gestalten – beispielsweise durch ausgewählte Proteinquellen, überschaubare Rezepturen oder leicht verdauliche Zutaten. Der Begriff Sensitive ist jedoch nicht gesetzlich geschützt. Wie ein Sensitive-Futter aufgebaut ist, kann deshalb je nach Hersteller unterschiedlich sein.

Das hängt davon ab, wodurch die Beschwerden verursacht werden. Für Hunde mit einer empfindlichen Verdauung eignen sich häufig Sensitive-Rezepturen mit ausgewählten Zutaten und einer überschaubaren Zusammensetzung. Besteht der Verdacht auf eine Futtermittelallergie, sollte die Ernährung gemeinsam mit dem Tierarzt abgestimmt werden. In vielen Fällen ist dann eine Ausschlussdiät sinnvoll, um mögliche Allergieauslöser zu identifizieren.  

Das beste Sensitive-Hundefutter gibt es nicht. Entscheidend ist, dass die Rezeptur zu den individuellen Bedürfnissen deines Hundes passt. Manche Hunde profitieren von Monoprotein-Rezepturen, andere von besonders leicht verdaulichen Zutaten oder einer schonenden Verarbeitung. Achte auf eine transparente Deklaration, eine ausgewogene Zusammensetzung und möglichst gut verträgliche Zutaten. 

Nein, nicht automatisch. Hypoallergene Menüs sind speziell für einen bestimmten ernährungsmedizinischen Zweck zusammengesetzt, etwa für Ausschlussdiäten oder bei diagnostizierten Futtermittelallergien. Sensitive-Futter richtet sich dagegen allgemein an ernährungssensible Hunde, ohne zwangsläufig für die Diagnose oder Behandlung einer Futtermittelallergie geeignet zu sein. 

Ja – wenn es zu ihm passt. Für Hunde mit einer empfindlichen Verdauung oder vermuteten Futtermittelunverträglichkeiten zum Beispiel kann Sensitiv Hundefutter eine gute Wahl sein. Zeigt ein Hund dagegen keine Beschwerden und verträgt sein bisheriges Futter gut, gibt es in der Regel keinen Grund für einen Wechsel.

Sodbrennen oder saures Aufstoßen kommen bei Hunden häufiger vor, als viele denken. Besonders kleine Hunderassen scheinen häufiger betroffen zu sein. Hinter den Beschwerden können unterschiedliche Ursachen stecken – von hastigem Fressen über eine empfindliche Verdauung bis hin zu Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. 

Deshalb sollte die Ursache zunächst tierärztlich abgeklärt werden. Pauschal lässt sich kein bestimmtes Trockenfutter empfehlen. In vielen Fällen ist es bei Sodbrennen sogar eher kontraproduktiv. Viele Hunde vertragen Sensitive-Dosenfutter, schonend gegarte Frischemenüs oder selbst Gekochtes besser. 

Auch mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt können den Magen entlasten. Welche Fütterungsart die richtige ist, hängt immer vom einzelnen Hund und der Ursache der Beschwerden ab.

Überblick der Fütterungsarten

Sensitive Hundefutter ist eine Möglichkeiten, deinen ernährungssensiblen Hund zu füttern. Wenn du dir einen kompletten Überblick über alle Fütterungsarten verschaffen willst, lohnt sich ein Blick in unseren großen Hundefutter-Check.