
Gut zu wissen: Sensitive-Futter richtet sich allgemein an ernährungssensible Hunde, ohne automatisch für die Diagnose oder Behandlung einer Futtermittelallergie geeignet zu sein, wie es zum Beispiel bei hypoallergenem Hundefutter der Fall ist.
Viele Sensitive-Produkte setzen auf Monoprotein. Das bedeutet, dass das tierische Eiweiß ausschließlich aus einer Proteinquelle stammt – beispielsweise Pferd, Wild oder Lamm.
Eine einzige Proteinquelle erleichtert es, mögliche Unverträglichkeiten einzugrenzen. Gleichzeitig sind Monoprotein-Rezepturen häufig bewusst einfach aufgebaut und enthalten nur wenige weitere Zutaten.
Monoprotein ist allerdings kein Qualitätsmerkmal und keine Garantie für Verträglichkeit. Auch auf seltene Proteinquellen können Hunde allergisch reagieren.
Neben der Proteinquelle spielt die gesamte Rezeptur eine wichtige Rolle. Viele Sensitive-Futter setzen auf leicht verdauliche Kohlenhydratquellen sowie bewusst ausgewählte Zutaten mit einer klaren Funktion innerhalb der Rezeptur.
Je übersichtlicher die Zutatenliste aufgebaut ist, desto leichter lässt sich nachvollziehen, welche Bestandteile der Hund erhält. Das kann insbesondere bei ernährungssensiblen Hunden hilfreich sein.
Frischfutter kann für sensible Vierbeiner besonders geeignet sein. In Sensitive Rezepturen kommen häufig ausgewählte Proteinquellen wie Pferd oder Wild, gut verträgliche Kohlenhydratquellen und funktionell ausgewählte Zutaten zum Einsatz.
Im Unterschied zu klassischem Dosenfutter werden solche Menüs meist schonend gegart und anschließend direkt gekühlt oder tiefgekühlt. So bleibt der erreichte Qualitätszustand erhalten, ohne dass das fertige Produkt zur Haltbarmachung stark erhitzt werden muss.
In unserem Hundefutter-Check erfährst du mehr über Frischfutter.
Das von Ian Billinghurst entwickelte BARF-Konzept sieht eine deutlich vielfältigere Rationsgestaltung vor.
In einem Zeitraum von zwei Wochen empfiehlt Billinghurst beispielsweise
- 16-mal rohe, fleischige Knochen oder Fisch,
- viermal Gemüse, Ei, Hüttenkäse, Joghurt oder Obst,
- viermal Innereien, zweimal reines Fleisch sowie
- zwei Fastentage.
Dieses Modell ist bis heute die Grundlage für die meisten BARF-Rationen.

Eine transparente Zutatenliste und klar benannte Proteinquellen erleichtern es, verschiedene Produkte miteinander zu vergleichen. Auch die Zusammensetzung der Rezeptur liefert wichtige Hinweise auf die Qualität eines Futters.
Insbesondere die Unterscheidung zwischen Alleinfuttermittel und Ergänzungsfuttermittel ist ein Muss. Auch der Begriff Monoprotein kann hilfreich sein, um das geeignete Futter für einen sensiblen Hund zu finden.
Auch besonders gut verträgliches oder selbst gekochtes Sensitiv Futter sollte nicht von heute auf morgen eingeführt werden. Eine langsame Umstellung über mehrere Tage gibt dem Verdauungssystem Zeit, sich an die neue Rezeptur zu gewöhnen.
Verdauungsprobleme können viele Ursachen haben. Halten Beschwerden länger an oder treten sie immer wieder auf, sollte zunächst tierärztlich abgeklärt werden, ob eine Erkrankung oder Futtermittelallergie vorliegt.
Sensitive-Hundefutter richtet sich an Hunde mit einer empfindlichen Verdauung oder vermuteten Futtermittelunverträglichkeiten. Ziel ist es, die Ernährung möglichst gut verträglich zu gestalten – beispielsweise durch ausgewählte Proteinquellen, überschaubare Rezepturen oder leicht verdauliche Zutaten. Der Begriff Sensitive ist jedoch nicht gesetzlich geschützt. Wie ein Sensitive-Futter aufgebaut ist, kann deshalb je nach Hersteller unterschiedlich sein.
Das hängt davon ab, wodurch die Beschwerden verursacht werden. Für Hunde mit einer empfindlichen Verdauung eignen sich häufig Sensitive-Rezepturen mit ausgewählten Zutaten und einer überschaubaren Zusammensetzung. Besteht der Verdacht auf eine Futtermittelallergie, sollte die Ernährung gemeinsam mit dem Tierarzt abgestimmt werden. In vielen Fällen ist dann eine Ausschlussdiät sinnvoll, um mögliche Allergieauslöser zu identifizieren.
Das beste Sensitive-Hundefutter gibt es nicht. Entscheidend ist, dass die Rezeptur zu den individuellen Bedürfnissen deines Hundes passt. Manche Hunde profitieren von Monoprotein-Rezepturen, andere von besonders leicht verdaulichen Zutaten oder einer schonenden Verarbeitung. Achte auf eine transparente Deklaration, eine ausgewogene Zusammensetzung und möglichst gut verträgliche Zutaten.
Nein, nicht automatisch. Hypoallergene Menüs sind speziell für einen bestimmten ernährungsmedizinischen Zweck zusammengesetzt, etwa für Ausschlussdiäten oder bei diagnostizierten Futtermittelallergien. Sensitive-Futter richtet sich dagegen allgemein an ernährungssensible Hunde, ohne zwangsläufig für die Diagnose oder Behandlung einer Futtermittelallergie geeignet zu sein.
Ja – wenn es zu ihm passt. Für Hunde mit einer empfindlichen Verdauung oder vermuteten Futtermittelunverträglichkeiten zum Beispiel kann Sensitiv Hundefutter eine gute Wahl sein. Zeigt ein Hund dagegen keine Beschwerden und verträgt sein bisheriges Futter gut, gibt es in der Regel keinen Grund für einen Wechsel.
Sodbrennen oder saures Aufstoßen kommen bei Hunden häufiger vor, als viele denken. Besonders kleine Hunderassen scheinen häufiger betroffen zu sein. Hinter den Beschwerden können unterschiedliche Ursachen stecken – von hastigem Fressen über eine empfindliche Verdauung bis hin zu Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts.
Deshalb sollte die Ursache zunächst tierärztlich abgeklärt werden. Pauschal lässt sich kein bestimmtes Trockenfutter empfehlen. In vielen Fällen ist es bei Sodbrennen sogar eher kontraproduktiv. Viele Hunde vertragen Sensitive-Dosenfutter, schonend gegarte Frischemenüs oder selbst Gekochtes besser.
Auch mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt können den Magen entlasten. Welche Fütterungsart die richtige ist, hängt immer vom einzelnen Hund und der Ursache der Beschwerden ab.