
Die mit Abstand bekannteste Form von Hundenassfutter ist das klassische Dosenfutter. Die Zutaten werden zerkleinert, gemischt, gegart und in Dosen abgefüllt. Die Dosen werden bei hohen Temperaturen von ca. 110 bis 130 Grad für einen Zeitraum von etwa 90 Minuten sterilisiert.
Neben der klassischen Metalldose können die Zutaten auch in Aluschalen oder Beutel (Pouches) abgefüllt werden. Bei der sogenannten Futterwurst füllt man die Masse in eine Hülle („Pelle") aus hitzebeständigen Mehrschicht-Kunststoffen (am häufigsten) oder aus Faserdarm (Cellulose / Faser) mit Kunststoffbeschichtung.
Nassfutter kann auch in Gläser abgefüllt werden. Das Prinzip ist dasselbe wie beim Dosenfutter: Die Masse wird durch Erhitzen haltbar gemacht. Dafür wird hitzebeständiges Verpackungsglas genutzt.
Der Unterschied liegt also in der Verpackung, nicht im Herstellungsverfahren.
Glas ist im Gegensatz zur Dose geschmacksneutral. Durch das Glas ist das Futter außerdem sichtbar. Viele Hundebesitzer empfinden Hundefutter im Glas daher als hochwertiger. Im Markt spielt diese Sorte jedoch eine vergleichsweise kleine Rolle und wird häufig im Premium-Segment eingesetzt.
Frischfutter bzw. Frischemenüs unterscheiden sich deutlich von Dosenfutter und Nassfutter im Glas. Die Zutaten werden zwar auch gegart, jedoch bei niedrigeren Temperaturen. Das ist deutlich schonender und sorgt für mehr Frische und Nährstofferhalt.
Frischfutter wird gekühlt oder tiefgekühlt gelagert. So kann auf Konservierungsstoffe verzichtet werden.
In unserem großen Hundefutter-Check erfährst du mehr über Frischfutter und seine Vorteile.

Damit Dosenfutter hält, muss es sterilisiert werden. Dafür wird das fertig abgefüllte Produkt unter hohem Druck stark erhitzt. So werden Keime abgetötet und das Futter ist ungeöffnet oft mehrere Jahre haltbar.
Dieser Prozess verändert jedoch auch die Zutaten. 90 Minuten bei 120 Grad – das überstehen viele natürliche Inhaltsstoffe, Vitamine, Fettsäuren, Aminosäuren und Nährstoffe nicht. Sie werden deshalb häufig nachträglich synthetisch ergänzt.
Solche künstlichen Nährstoffe sind nicht zwingend negativ, denn Nährstofflücken müssen geschlossen werden, um einen Hund vollständig zu versorgen.
Es gilt jedoch: Je weniger und je individueller, desto besser für den Hund. Denn natürliche Nährstoffe haben die beste Bioverfügbarkeit und kommen meist im Zusammenspiel mit weiteren Begleitstoffen vor.
Nicht jedes Dosenfutter ist gleich. Oder anders gesagt: Die Qualität von Dosenfutter kann je nach Hersteller stark variieren.
Manche Produkte bestehen aus hochwertigen Rohstoffen und transparent deklarierten Zutaten, andere enthalten überwiegend stärker verarbeitete Ausgangsstoffe sowie eine Vielzahl künstlicher Zusatzstoffe.
Bei hochwertigem Nassfutter für Hunde ist eine transparente Deklaration wichtiger als ein bestimmtes Markenversprechen.
Achte darauf, dass die Zutaten und die Zusammensetzung nachvollziehbar angegeben sind. Wenn dein Hund eine Unverträglichkeit hat oder zu den empfindlichen Hunden gehört, kann außerdem ein getreidefreies oder besonders verträgliches Hundefutter sinnvoll sein.
Durch den hohen Wasseranteil müssen größere Futtermengen gefüttert werden als bei Trockenfutter. Entsprechend aufwendiger sind Einkauf, Transport und Lagerung von Nass- bzw. Dosenfutter. Im Vergleich zu Trockenfutter fällt bei Dosen, Schalen oder Portionsbeuteln außerdem mehr Verpackungsmaterial an.
Nicht jedes Nassfutter eignet sich als vollständige Ernährung. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Verpackung bzw. auf die Deklaration.
Transparente Angaben erleichtern es, Produkte miteinander zu vergleichen und das passende Nassfutter für deinen Hund auszuwählen.
Sämtliche Zutaten, die genauen Fleischarten und die Zusammensetzung sollten klar angegeben sein.
Manche Nassfutterprodukte werden als Ergänzungsfuttermittel angeboten und müssen mit Supplements entsprechend ergänzt werden.
Nur Alleinfuttermittel decken den Tagesbedarf eines Hundes vollständig ab. Ergänzungsfuttermittel sind als gelegentliche Abwechslung ok. Sie können jedoch nur mit der richtigen Supplementierung dauerhaft allein gefüttert werden.
Die Mengenangaben auf der Verpackung sind immer Richtwerte. Der tatsächliche Bedarf hängt unter anderem von Alter, Aktivität, Körpergewicht, Kastrationsstatus und Stoffwechsel des Hundes ab.
Ob für ausgewachsene Hunde oder ältere Hunde: regelmäßiges Wiegen hilft dabei, die passende Futtermenge zu finden.
Geöffnete Dosen sollten im Kühlschrank aufbewahrt und möglichst innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden.
Vor dem Füttern empfiehlt es sich, das Futter auf Zimmertemperatur kommen zu lassen, da kaltes Futter schlechter verträglich ist und von vielen Hunden auch weniger gerne gefressen wird.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Der tägliche Energiebedarf hängt unter anderem von Alter, Gewicht, Aktivität, Gesundheitszustand und Kastrationsstatus des Hundes ab. Auch die Energiedichte des Futters spielt eine große Rolle.
Durch den hohen Wasseranteil müssen von Nassfutter meist größere Mengen gefüttert werden als von Trockenfutter.
Orientiere dich zunächst an den Fütterungsempfehlungen des Herstellers und passe die Menge bei Bedarf an. Regelmäßiges Wiegen hilft dabei, das Idealgewicht zu halten. Sprich im Zweifel mit deinem Tierarzt, um gesundheitliche Risiken wie z. B. Übergewicht zu vermeiden.
- Grundsätzlich kann ein Hund täglich Nassfutter bekommen. Entscheidend ist, dass es sich um ein hochwertiges Nassfutter für Hunde beziehungsweise ein hochwertiges Alleinfuttermittel handelt oder die Ration entsprechend ergänzt wird. Ob du einmal oder mehrmals täglich fütterst, kann nicht pauschal beantwortet werden. Auch das hängt von den individuellen Bedürfnissen deines Hundes und eurem Alltag ab.
Grundsätzlich ja. Viele Hunde vertragen es problemlos, morgens Nassfutter und abends Trockenfutter zu bekommen. Wichtig ist, die Gesamtfuttermenge an den Energiebedarf des Hundes anzupassen.
Aus ernährungsphysiologischer Sicht empfehlen viele Tierärzte jedoch, Nass- und Trockenfutter nicht innerhalb einer Mahlzeit zu mischen, sondern getrennt zu füttern. Trockenfutter und Nassfutter unterscheiden sich deutlich im Feuchtigkeitsgehalt, in der Zusammensetzung und in ihren Verdauungseigenschaften. Eine klare Trennung der Mahlzeiten kann das Verdauungssystem entlasten und hilft außerdem dabei, die Verträglichkeit einzelner Futtermittel besser einzuschätzen.
Wenn du zwischen verschiedenen Fütterungsarten wechselst, solltest du deinen Hund langsam daran gewöhnen und beobachten, wie er das Futter verträgt.
- Mehr über verschiedene Fütterungsarten erfährst du in unserem Hundefutter-Check.
Das beste Nassfutter gibt es nicht. Welches Futter am besten geeignet ist, hängt vom Alter, der Aktivität, möglichen Erkrankungen und den individuellen Bedürfnissen des Hundes ab. Achte auf eine transparente Deklaration, natürliche Zutaten, hochwertige Zutaten und darauf, ob das Produkt als Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel gekennzeichnet ist.
Ja. Voraussetzung ist, dass es sich um ein Alleinfuttermittel handelt, das den täglichen Nährstoffbedarf vollständig deckt. Ergänzungsfuttermittel sind dagegen nicht für die ausschließliche Fütterung geeignet und sollten nur als Teil einer ausgewogenen Ernährung eingesetzt werden.
Durch einen Blick auf die Deklaration. Hochwertiges Nassfutter zeichnet sich durch eine transparente Zutatenliste, klar benannte Fleischquellen und eine nachvollziehbare Zusammensetzung aus.
Getreidefreie Rezepturen oder Mono-Protein-Rezepturen können ebenfalls Hinweise auf hochwertiges Hundenassfutter sein. Außerdem sollte deutlich erkennbar sein, ob es sich um ein Allein- oder Ergänzungsfuttermittel handelt.
Auch die Herstellungsweise ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, da sie Einfluss auf Verarbeitung der Zutaten und Nährstofferhalt hat.
Viele Hunde bevorzugen Nassfutter, weil es intensiver riecht und eine weichere Konsistenz hat. Beides spricht den Geruchs- und Geschmackssinn besonders an. Frisst ein Hund plötzlich ausschließlich Nassfutter und lehnt Trockenfutter komplett ab, kann das aber auch auf Zahnprobleme oder andere gesundheitliche Ursachen hinweisen. Hält dieses Verhalten länger an oder tritt es plötzlich auf, sollte ein Tierarzt den Hund untersuchen.
Nein, getreidefreies Nassfutter ist nicht grundsätzlich besser. Ob ein Futter sinnvoll ist, hängt immer von den individuellen Bedürfnissen deines Hundes ab. Die meisten Hunde vertragen Getreide problemlos. Für empfindliche Hunde oder Hunde mit einer Unverträglichkeit kann ein getreidefreies Nassfutter jedoch eine gute Wahl sein.
Entscheidender als der Verzicht auf Getreide sind hochwertige Zutaten, eine transparente Deklaration und eine ausgewogene Zusammensetzung. Achte darauf, dass die enthaltenen Proteinquellen klar benannt sind und das Futter den Bedarf deines Hundes vollständig deckt. Im Zweifel kann dich dein Tierarzt oder eine Futterberatung bei der Auswahl unterstützen.