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Fellwechsel beim Hund unterstützen | LuckyChef
Vets antworten · Ernährung

Fellwechsel beim Hund im Frühling

Der Frühling kommt und mit ihm der Fellwechsel von Winterfell auf Sommerfell. Wir klären auf, wie du deinem Hund den Fellwechsel mit den richtigen Nährstoffen und der richtigen Fellpflege erleichtern kannst.

Aktualisiert: April 2025
ca. 9 Min. Lesezeit
Hund im Frühling beim Fellwechsel

Wenn die Haarbüschel fliegen: Fellwechsel beim Hund

Die Tage werden länger, Frühlingsgefühle machen sich breit, und da passiert es: Gefühlt von einem Tag auf den anderen fliegen Hundehaare durch die Wohnung. Das Fell deines Hundes ist plötzlich überall, auf dem Sofa, im Hundebett, auf dem Boden, an deiner Kleidung. Teils als einzelne Haare, teils in ganzen Büscheln. Der Fellwechsel des Hundes ist für dich und deinen Hund eine haarige Angelegenheit. Du arbeitest mit Bürsten und Staubsauger. Und dein Hund arbeitet an seinem Sommerkleid. Und dafür braucht er jetzt extra viel Energie: für Haut, Fell und Stoffwechsel.

Was passiert im Körper beim Fellwechsel beim Hund

Die meisten Hunde verlieren das ganze Jahr über einzelne Haare. Je nach Rasse, Felltyp, Alter und Hormonstatus zeigt sich der Fellverlust mehr oder weniger ausgeprägt.

Grundsätzlich gibt es beim Hundefell zwei Haararten: Deckhaar und Unterwolle.

Die Deckhaare, auch Grannenhaare genannt, sind die längeren, festeren Haare. Sie schützen das Fell nach außen, zum Beispiel vor Nässe und Sonneneinstrahlung. Deckhaare wachsen weniger dicht.

Die Unterwolle besteht aus feinen, weichen Haaren und liegt dicht an der Haut. Das Luftpolster zwischen den einzelnen Haaren wirkt wie eine natürliche Isolierschicht.

Je nach Rasse hat ein Hund mehr oder weniger oder auch gar keine Unterwolle. Und genau deshalb zeigt sich der Fellwechsel im Frühling bei den Hunden sehr unterschiedlich: Pudel und Havaneser zum Beispiel haaren kaum und wechseln auch nicht klassisch zwischen Sommer- und Winterfell. Hunde mit viel Unterwolle wie zum Beispiel der Husky oder der Deutsche Schäferhund verlieren dagegen oft büschelweise Fell, sobald es draußen wärmer wird.

Liegt es an der Wärme? Tatsächlich passt sich der Hundekörper an die neue Jahreszeit an. Ausgelöst wird das aber vor allem durch das vermehrte Tageslicht. Die Tage werden länger und das beeinflusst die Hormonlage des Hundes, unter anderem auch die Melatoninproduktion. Die steigenden Temperaturen fördern den Wechsel vom dichten Winterfell zum leichteren Sommerfell zusätzlich.

Hundefell: Von der Wurzel bis zur Haarspitze

Hundehaare wachsen nicht einfach dauerhaft gleichmäßig nach, sondern in genetisch gesteuerten Zyklen. Zuerst kommt die Wachstumsphase, in der sich die Haarwurzel bildet und das Haar wächst. Danach werden keine neuen Zellen mehr gebildet, das Haar lockert sich und fällt schließlich aus.

Auf den Haarverlust folgt eine Ruhephase, die sogenannte Kenogenphase. Ihre Dauer beeinflusst mit, wie dicht das Fell deines Hundes insgesamt ist. Danach regeneriert sich die Haarwurzel und ein neuer Zyklus beginnt.

Bei Rassen, die wenig oder gar nicht haaren, ist die Genetik verändert: Die Haare bleiben in der Wachstumsphase, der Hund verliert kaum Haare und der typische Fellwechsel bleibt weitestgehend aus. Dafür muss das Fell regelmäßig geschoren oder getrimmt werden.

Fellwechsel bei Hunden: Wann beginnt er und wie lange dauert es?

Zweimal im Jahr heißt es: Fellchen, wechsle dich. Im Frühling beginnt das vermehrte Haaren meist im April und Mai. Wie lange der Fellwechsel dauert, ist ganz individuell. Bei den meisten Vierbeinern dauert es zwischen sechs und acht Wochen, es kann aber auch deutlich schneller oder langsamer gehen. Bei Hunden mit viel Unterwolle sollte man das ganze Jahr über das lose Fell auskämmen. Schließlich muss das dichte Winterfell raus, damit das leichte Sommerkleid nachwachsen kann. Kein Wunder, dass viele Hundehalter den Frühjahrs-Fellwechsel als besonders haarig empfinden.

Im Herbst, meist im September und Oktober, bereitet sich das Hundefell wieder auf kühlere Tage vor. Auch hier fällt Fell aus, vor allem wird aber wieder viel Unterwolle aufgebaut, damit der Hund für kältere Temperaturen gewappnet ist. Dieser Fellwechsel fällt Hundehaltern oft kaum auf.

Fellwechsel beim Hund: Symptome

Ganz klar, das auffälligste Symptom sind vermehrter Haarverlust und lose Unterwolle. Den Haarausfall bemerkst du jetzt überall deutlich: Mehr Haare in der Hundebürste, in der Hand nach dem Streicheln, im Hundekörbchen. Bei Hunden mit dichter Unterwolle sieht man sogar ganze Büschel oder plattenartige Partien, die sich durch das Deckhaar schieben. Das sieht oft wild aus, ist aber nicht ungewöhnlich.

Außerdem kann das Fell in dieser Zeit etwas stumpf, unordentlich oder weniger dicht wirken. Das liegt daran, dass das alte Fell noch nicht vollständig draußen ist, während das neue Fell gleichzeitig nachwächst. Bleibt lose Unterwolle im Fell hängen, können kleine Knoten entstehen, vor allem bei Hunden mit sehr dichtem oder langem Fell.

Und sogar der Geruch kann sich ändern. Manche Hunde riechen jetzt leicht muffig. Die abgestorbenen Haare sind von Mikroorganismen besiedelt, die nach und nach zersetzt werden. Mit regelmäßigem Ausbürsten hat man diese harmlosen Symptome schnell im Griff.

Hund hat beim Fellwechsel Juckreiz: normal oder nicht?

Ein bisschen Kratzen ist erlaubt. Schließlich können lose Haare schon mal die Haut reizen und jucken. Die Betonung liegt auf „ein bisschen". Denn vermehrtes Kratzen deutet auf stärkeren Juckreiz hin. Das kann daran liegen, dass viel Unterwolle im Fell hängen bleibt. Die Haut bekommt schlechter Luft, was trockene Haut, Schuppen und Hautirritationen begünstigen kann.

Je länger abgestorbenes Haar im Fell bleibt, desto schlechter kommt Luft an die Haut. Es entsteht ein Milieu, in dem sich Parasiten, Bakterien und Pilze wohl fühlen.

Deshalb heißt es für dich: Bürsten und genau hinschauen. Kratzt sich dein Hund häufig, leckt sich sogar wund, hat kahle Stellen, Rötungen, starke Schuppen oder entzündete Haut, solltest du deinen Tierarzt aufsuchen. Nicht jeder Juckreiz hat etwas mit dem Fellwechsel zu tun und geht von allein wieder vorbei.

Fellwechsel bei Hunden: Wann zum Tierarzt

Fliegende Haare, ob einzeln oder in Büscheln sind normal beim Fellwechsel. Aber nicht jeder Haarverlust ist harmlos. Verliert dein Hund außerhalb der typischen Fellwechselzeit viele Haare oder zeigt er während des Fellwechsels zusätzliche Symptome? Dann solltest du genau hinsehen.

Warnsignale sind zum Beispiel sehr plötzlicher Fellverlust in Büscheln, vermehrt Schuppen, kahle Stelle, Hautrötungen, nässende Stellen, Pusteln oder starker Juckreiz. In diesem Fall solltest du deinen Hund beim Tierarzt durchchecken lassen.

Eine Untersuchung in der Tierarztpraxis kann die Ursache für die Symptome herausfinden. Fell- und Hautproblemen können z. B. entstehen durch: Parasiten, Pilzinfektionen, Allergien, hormonelle Störungen, bakterielle Hautentzündungen, Stoffwechsel- und Organerkrankungen.

Sonderfall: Saisonale Flankenalopezie

Nicht jede kahle Stelle deutet auf eine Krankheit hin. Manche Hunde reagieren auf das längere Tageslicht drastischer: Bei ihnen fällt das Fell aus, die Haarfollikel machen erstmal Pause – und das neue Haar lässt auf sich warten. Typische Stellen dafür sind die Flanken. Hier zeigen sich dann kahle Stellen, oft rundlich und unregelmäßig. Tierärzte sprechen in diesem Fall von einer saisonalen Flankenalopezie, also einem Haarausfall, der nur zeitlich begrenzt im Frühling auftritt. Wenn du das zum ersten Mal bei deinem Hund beobachtest, jagt dir das wahrscheinlich einen Schrecken ein. Zum Glück beeinträchtigt diese Art von saisonalem Haarausfall deinen Hund nicht gesundheitlich. Und schon bald hat sich das kosmetische Problem von allein gelöst und das Fell deines Hundes sieht wieder so schön wie eh und je aus.

Warum Ernährung beim Fellwechsel so wichtig ist

Während des Fellwechsels arbeitet der Körper deines Hundes auf Hochtouren. Er braucht Energie, um viele neue Haare zu bilden. Die Energie zieht er aus den richtigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen.

Wird dein Hund nicht optimal versorgt, kann sich das schnell zeigen: Das neue Fell wächst stumpf, brüchig oder schütter nach, die Haut wird trocken und schuppt sich. Fellpflege beginnt deshalb im Napf.

Fellwechsel unterstützen: Hochwertige Proteine

Die Versorgung mit Eiweiß ist jetzt wichtig. Haare bestehen aus Keratin, also aus Eiweiß. Hochwertiges Protein ist die Basis für gesundes Fell im Fellwechsel. Relevant für die Bildung und Struktur des Haares sind die im Protein enthaltenden schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystin.

Fellwechsel unterstützen: Vitamine und Spurenelemente

Wichtig für Haut und Fell sind außerdem Spurenelemente und Vitamine wie Biotin und B-Vitamine, Zink, Kupfer, Vitamin E und Jod. Sie unterstützen die Zellerneuerung der Haut, schützen die Hautzellen und tragen zu einem kräftigen, gesunden Fell bei.

Glänzendes Fell: Öle und Fette

Fette spielen eine Schlüsselrolle. Jedes einzelne Haar ist von einer Lipidschicht umgeben. Vor allem Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren sorgen dafür, dass das Fell geschmeidig bleibt und schön glänzt.

Der Körper deines Hundes kann essenzielle Fettsäuren nicht in ausreichender Menge selbst herstellen. Gerade während des Fellwechsels können Omega-3-Fettsäuren Haut und Fell deines Hundes sinnvoll unterstützen.

Bei Hunden im Fellwechsel bietet sich Lachsöl als Ergänzung an: Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren können Hautprobleme lindern und das Fell deines Hundes sichtbar glänzender und gesünder machen. Lachsöl ist eine besonders gut verträgliche und für die meisten Hunde sehr schmackhafte Quelle essenzieller Fettsäuren.

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Die Mischung machts

Wichtig ist dabei der Blick aufs Ganze. Nicht ein einzelner Nährstoff macht schönes Fell, sondern das Zusammenspiel einer ausgewogenen, bedarfsgerechten Ernährung. Genau deshalb lohnt es sich, im Fellwechsel nicht nur an einzelne Zusätze zu denken, sondern die gesamte Fütterung deines Hundes im Blick zu behalten.

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Pflegeroutine beim Fellwechsel des Hundes

Bürsten, bürsten, bürsten! Das ist jetzt das A und O, um die losen Haare aus dem Hundefell zu entfernen. Welche Bürste dafür passt, hängt vom Felltyp ab und davon, was dein Hund toleriert oder sogar mag.

Für langhaarige Hunde mit Unterwolle gibt es zum Beispiel Zupfbürsten, die lose Unterwolle aus dem Fell herausarbeitet. Bei Knoten oder Verfilzungen gibt es spezielle Bürsten zum Entfilzen und auch Sprays, die das Entwirren leichter machen.

Bei kurzhaarigen Hunden mit empfindlicher Haut reichen oft Gummibürsten oder weiche Noppenbürsten. Auch Gummistriegel können hilfreich sein, vor allem, wenn der Hund es lieber sanft mag oder erst ans Bürsten gewöhnt werden soll.

Wie oft du bürsten solltest, siehst du an deinem Hund. Je mehr er haart, desto häufiger solltest du bürsten. Vor allem Hunde mit viel Unterwolle profitieren von täglicher Fellpflege.

Welpen im Fellwechsel

Auch Welpen vollziehen einen Fellwechsel. Beim ersten Mal verlieren sie ihr weiches Babyfell und bekommen dann das Fell eines erwachsenen Hundes. Der erste Fellwechsel kann sich lange hinziehen, oft über Wochen oder gar Monate. In dieser Zeit sieht das Fell oft etwas ungleichmäßig aus.

Spätestens beim Anfang dieser Phase sollte man seinen Welpen behutsam an Bürste, Kamm und andere Pflegeroutinen gewöhnen.

Fazit: Für alle Felle gerüstet

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen. Beides signalisiert dem Hundekörper, dass es Zeit ist, das Winterfell abzustoßen. Während des Fellwechsels kannst du deinen Hund unterstützen: von innen und außen. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Fellpflege unterstützen Haut und Fell.

Irgendwann ist der Spuk vorbei und dein Hund präsentiert sich in seinem neuen leichten Fellkleid, bereit für den Sommer. Viel Spaß mit dem rundum erneuerten Fellkind!

Du möchtest noch mehr rund um das Thema Hundegesundheit wissen? In Vets antworten findest du weitere Artikel von unseren Tierärzten.

Häufige Fragen zum Fellwechsel beim Hund

Typisch ist der periodische Fellwechsel zweimal im Jahr. Für viele Hunde beginnt der klassische Fellwechsel im Frühjahr und dann wieder im Herbst. Die Zeit des Fellwechsel kann von Hund zu Hund unterschiedlich sein.
Die Dauer des Fellwechsels ist unterschiedlich. Häufig dauert der Fellwechsel zwischen sechs und acht Wochen. Ältere Hunde brauchen manchmal etwas länger, weil ihr Organismus langsamer umstellt.
Zu den typischen Fellwechsel-Symptomen gehören vermehrter Haarausfall beim Hund, lose Unterwolle, herausfallende Fellbüschel, etwas stumpfer wirkendes Fell und manchmal leichter Juckreiz. Der Fellwechsel im Frühjahr ist ein natürlicher Prozess.
Hat dein Hund beim Fellwechsel Juckreiz, kannst du ihn mit regelmäßigem Bürsten unterstützen. Das entfernt lose Haare und Unterwolle und die Haut bekommt besser Luft. Zusätzlich kann eine gute Versorgung mit hochwertigem Protein, essenziellen Fettsäuren sowie wichtigen Mikronährstoffen Haut und Fell unterstützen.
Du kannst deinen Hund regelmäßig bürsten, das fördert nebenbei auch die Durchblutung der Haut. Achte außerdem auf eine gute Nährstoffversorgung, denn während des Fellwechsels braucht der Hund viel Energie.
Beim Hundefriseur können dichtes Unterfell oder auch kleine Verfilzungen professionell bearbeitet werden. Du kannst deinen Hund aber auch zuhause beim Fellwechsel mit regelmäßigem Bürsten unterstützen.
Zum Tierarzt solltest du gehen, wenn der Fellverlust plötzlich sehr stark ist, außerhalb der typischen Fellwechselzeiten auftritt oder wenn Symptome wie kahle Stellen, starker Juckreiz, Rötungen, vermehrt Schuppen, nässende Haut oder ein unangenehmer Fellgeruch dazukommen. Solche Anzeichen können auf Parasiten, Infektionen, Allergien oder andere gesundheitliche Ursachen hinweisen.

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