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Hund wird beim Tierarzt untersucht – mögliche Darmerkrankung IBD beim Hund

IBD beim Hund

Unsere Tierärzte erklären, was IBD bei Hunden ist, wie man Symptome erkennt, wie die Diagnose gestellt wird und warum eine angepasste Ernährung mit selbstgekochtem Futter ein zentraler Baustein für Lebensqualität ist.

Wissenschaftlich fundiert. Verständlich erklärt. Für deinen Hund.

In dieser Rubrik kommen unsere Tierärzte zu Wort – Experten, die sich seit Jahren mit gesunder Hundeernährung beschäftigen. 

Sie beantworten Fragen rund um die Hundegesundheit – und zeigen, welche wichtige Rolle die Ernährung dabei spielt. 

So kannst du sichergehen, dass du gut informiert bist – und die richtigen Entscheidungen für deinen Vierbeiner triffst.

Was ist IBD beim Hund?

IBD steht für Inflammatory Bowel Disease, eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Das bedeutet: Der Darm ist dauerhaft oder immer wieder entzündet, oft über Wochen oder Monate hinweg. Diese Entzündung beeinträchtigt die Verdauung, die Aufnahme von Nährstoffen und die optimale Versorgung deines Hundes.

Die genaue Ursache ist bislang nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass genetische Faktoren, eine überaktive Immunantwort oder eine Störung der Darmflora eine Rolle spielen.

IBD kann Hunde jedes Alters betreffen, tritt aber häufiger bei mittelalten Hunden auf. Manche Rassen scheinen eine höhere Neigung zu haben, allerdings kann jeder Hund betroffen sein.

IBD beim Hund: Symptome

Die Symptome von IBD können sehr unterschiedlich und teils unspezifisch sein. Unspezifisch bedeutet, die gleichen Symptome können bei unterschiedlichen Erkrankungen auftreten. Häufige Anzeichen sind:

  • chronischer oder wiederkehrender Durchfall
  • wiederholtes Erbrechen
  • Gewichtsverlust
  • wechselnder Appetit
  • Blähungen, schlechter Allgemeinzustand, Müdigkeit

Das große Problem bei IBD ist neben dem Unwohlsein die verschlechterte Nährstoffaufnahme. Langfristig kann das zu Mangelerscheinungen, Energielosigkeit oder Gewichtsproblemen führen.

Wie wird IBD diagnostiziert?

IBD ist eine komplexe Erkrankung, die durch Ausschlussdiagnose gestellt wird. Ausschlussdiagnose heißt: Andere Ursachen für die Symptome werden nacheinander ausgeschlossen, bis die wahrscheinlichste übrigbleibt.

Das wird alles untersucht für die Ausschlussdiagnose:

  • gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung
  • Bluttests und Kotuntersuchungen, um andere Ursachen auszuschließen
  • Ultraschall zur Beurteilung der Darmwand
  • Endoskopie oder Biopsie zur feingeweblichen Abklärung

Weil viele andere Ursachen (unter anderem Infekte, Futtermittelallergien, Parasiten, Stoffwechselstörungen und Unverträglichkeiten) ähnliche Symptome zeigen können, ist eine tierärztliche Begleitung für Diagnose und Therapie essenziell.

Ist IBD beim Hund das Gleiche wie Colitis ulcerosa?

Colitis ulcerosa ist eine spezielle Form der entzündlichen Darmerkrankung. Sie betrifft vor allem den Dickdarm und geht mit einer chronischen Entzündung der Darmschleimhaut einher.

Im Verlauf der Erkrankung kann sich die Schleimhaut zunehmend verändern. In fortgeschrittenen Stadien entstehen mitunter kleine Geschwüre (Ulzerationen), die die natürliche Schutzfunktion des Darms beeinträchtigen. Das hat direkte Auswirkungen auf die Verdauung: Nährstoffe können schlechter aufgenommen werden, der Darm reagiert empfindlich und überlastet.

Typische Folgen sind wiederkehrende Durchfälle, häufig begleitet von Schleim oder Blut, Bauchschmerzen und allgemeinem Unwohlsein. Für die betroffenen Hunde ist das körperlich belastend und anstrengend.

Die Ursachen der Colitis ulcerosa sind – wie bei IBD generell – nicht immer eindeutig zu bestimmen. Diskutiert werden unter anderem genetische Veranlagungen, eine nicht optimal angepasste Ernährung, Allergien oder Unverträglichkeiten, Infektionen sowie Fehlregulationen des Immunsystems.

Gerade deshalb spielt eine individuell angepasste, gut verdauliche Ernährung bei Hunden mit IBD oder Colitis ulcerosa eine besonders wichtige Rolle.

Wie wird IBD behandelt?

IBD ist nicht heilbar, aber sehr gut kontrollierbar. Ziel der Behandlung ist, Entzündungen zu reduzieren, Symptome zu lindern und Rückfälle zu verhindern. Dazu gehören in der Regel:

  • entzündungshemmende oder immunmodulierende Medikamente
  • ggf. Antibiotika, wenn eine Sekundärinfektion begleitend auftritt
  • gezielte Ernährung und Futterumstellungen: hochverdauliche und allergenarme Kost, die eine gesunde Verdauung unterstützt und den Verdauungstrakt nicht belastet

Die passende Ernährung ist dabei eine der wichtigsten Stellschrauben, gerade bei Hunden mit Futtermittelallergien, Unverträglichkeiten oder sensibler Verdauung.

Welches Futter bei IBD

Eine maßgeschneiderte Ernährung ist entscheidend, Entzündungen im Darm zu reduzieren und den Verdauungstrakt zu entlasten. Bei IBD ist frisches, selbstgekochtes Futter besonders wertvoll, weil es:

  • hochwertige, gut verwertbare Nährstoffe liefert, die der Körper leichter aufnehmen kann
  • ohne unnötige Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker oder Konservierungsmittel auskommt
  • dir erlaubt, Zutaten individuell auszuwählen (z. B. andere Proteinquellen bei Unverträglichkeiten und allergenarme Rezepturen)
  • durch schonende Zubereitung höher verdaulich ist
  • genau an den Bedarf deines Hundes angepasst werden kann, z. B. mit weniger Fett oder hohen Anteilen an Zutaten, die die Darmgesundheit unterstützen

Im Gegensatz zu industriellen Diätfuttern ist es bei selbstgekochten Mahlzeiten absolute Transparenz über Qualität und Herkunft der Zutaten gegeben. Du weißt genau, was im Napf landet und eine besonders hochwertige Unterstützung bei einer chronischen Erkrankung wie IBD.

Ernährung bei IBD: Was zählt

Der Verdauungstrakt eines Hundes mit IBD braucht vor allem:

  • Hohe Verdaulichkeit – damit der Darm nicht überfordert wird
  • Wenige, gut verträgliche Proteinquellen – ideal sind als bekannt verträgliche Proteine oder neue Proteine, die der Hund bisher noch nicht bekommen hat
  • Eine allergenarme Rezeptur – viele Hunde reagieren sensibel auf bestimmte Zutaten
  • Moderate, gut verdauliche Fettmengen – zu viel Fett kann Beschwerden verstärken
  • Hochwertige, bilanzierte Ballaststoffe – unterstützen eine gesunde Darmbewegung und eine funktionierende Magen-Darm-Flora

Wichtig: Jeder Hund ist anders. Was einem gut bekommt, kann bei einem anderen Beschwerden verursachen. Deshalb ist eine sorgfältige Beobachtung und Anpassung der Ernährung so entscheidend.

IBD beim Hund: Selbstgekochtes Futter

Bei LuckyChef kannst du für Hunde mit IBD speziell angepasste Rezepte finden, die automatisch individuell an den Tagesbedarf deines Hundes angepasst werden:

  • Du gibst in der App das Hundeprofil ein (Rasse, Alter, Gewicht, Aktivität, Unverträglichkeiten, Body Condition Score)
  • Die Rezepte werden automatisch für deinen Hund bedarfsgerecht bilanziert
  • Du kannst gezielt nach dem Tag „intestinal“ filtern
  • Du hast volle Kontrolle über Zutaten, Zubereitungsart und Portionen.

In der LuckyChef App hast du eine Historie der gekochten Rezepte und kannst do Reaktionen oder Allergien schneller identifizieren

Selberkochen ist eine gute Lösung bei IBD. Du vermeidest damit Beschwerden und schenkst deinem Hund wirklich Wohlbefinden im Alltag.

IBD beim Hund: Lebenserwartung

Mit der richtigen Betreuung – tierärztlich begleitet – und einer angepassten Ernährung lässt sich IBD sehr gut managen. Wichtig sind:

  • Geduld mit dem Prozess
  • enge Abstimmung mit dem Tierarzt
  • Beobachtung von Reaktionen auf Futter und Behandlung

Eine ausgewogene, allergenarme und hochverdauliche Ernährung ist entscheidend, dass dein Hund bestmöglich unterstützt wird und seine gesunde Verdauung und sein Wohlbefinden langfristig aufrechterhalten wird.

Häufige Fragen zu IBD beim Hund

Nein – IBD ist eine chronische Erkrankung. Aber sie lässt sich sehr gut kontrollieren und Symptome können deutlich gelindert werden.

Manchmal braucht es mehrere Wochen, um durch eine neue Diät deutliche Veränderungen zu sehen. Wichtig ist, die Diät konsequent einzuhalten. Geduld und Beobachtung sind wichtig.

Ja, grundsätzlich kann jeder Hund betroffen sein, wobei auch genetische Veranlagungen oder Risikofaktoren wie z. B. Allergien oder Stress, eine Rolle spielen.

IBD ist eine chronische Darmentzündung; Unverträglichkeiten können Teil davon sein oder ebenfalls Verdauungsbeschwerden verursachen, sind aber nicht dasselbe. Eine gute Diagnostik ist entscheidend.

Ja, weil du beim Selberkochen die Kontrolle über Zutaten, Nährstoffe und Verträglichkeit hast, genau das ist bei IBD wichtig. LuckyChef hilft dabei, es individuell und bedarfsdeckend umzusetzen.

Das Endstadium von IBD ist durch schwere, anhaltende Symptome wie chronischen Durchfall, Erbrechen, starken Gewichtsverlust und allgemeine Schwäche gekennzeichnet. Therapien sprechen nicht mehr an.

IBD beim Hund: Ernährung erhält Lebensqualität

IBD beim Hund ist eine Herausforderung. Du kannst deinem Hund helfen: Mit dem richtigen Wissen, tierärztlicher Begleitung und einer Ernährung, die genau auf den individuellen Bedarf abgestimmt ist. So unterstützt du ihn, Beschwerden zu reduzieren und Lebensqualität zu gewinnen. Selbstgekochtes Hundefutter ist dabei ein Ausdruck von Fürsorge und Verantwortung.

Du willst noch mehr rund um das Thema Hundegesundheit wissen? In „Vets antworten“ findest du weitere Artikel von unseren Tierärzten. Für einen gesunden und rundum glücklichen Hund.

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