Hunde-Demenz, medizinisch als kognitive Dysfunktion (CDS) bezeichnet, ist keine Seltenheit. Vor allem ältere Vierbeiner erkranken. Je höher das Alter, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein Hund an Demenz erkrankt. Auch genetische Veranlagung, Durchblutung des Gehirns und allgemeine Gesundheit spielen eine Rolle.
Die ersten Anzeichen einer Demenz sind oft subtil: Vergesslichkeit, Desorientierung, veränderter Schlafrhythmus oder Schwierigkeit, gewohnte Abläufe zu verstehen. Viele Halter denken zunächst an normale Alterserscheinungen, doch diese Symptome können auf eine beginnende Demenz hindeuten.
Je nach Stadium der Demenz schreiten die Symptome unterschiedlich voran. Hunde wirken zunehmend unsicher, reagieren weniger auf Ansprache, verlieren Stubenreinheit oder werden nachts unruhig. Im Endstadium erkennen demente Hunde ihre Umgebung oder Bezugspersonen teils nicht mehr. Das Fortschreiten der Demenz verläuft individuell.
Die Diagnose Demenz erfolgt durch den Tierarzt oder die Tierärztin, nachdem andere Ursachen für die Symptome ausgeschlossen wurden. Bei der Untersuchung wird beurteilt, ob die Anzeichen auf eine kognitive Dysfunktion hindeuten und wie stark die kognitiven Fähigkeiten bereits eingeschränkt sind.
Demenz ist nicht heilbar, aber man kann helfen, Demenz zu verlangsamen. Eine Ernährung reich an Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren und mittelkettigen Fettsäuren unterstützt die Nervenzellen im Gehirn. Auch geistige Beschäftigung, Bewegung und feste Routinen helfen dem Hund dabei, seine kognitiven Fähigkeiten länger zu erhalten. In manchen Fällen kommen geeignete Medikamente vom Tierarzt hinzu.
Mit einem dementen Hund zu leben, erfordert Geduld und Struktur. Klare Rituale, vertraute Umgebungen und ruhige Ansprache helfen betroffenen Hunden. Wichtig ist, den Hund zu unterstützen, statt ihn zu überfordern. Kleine Anpassungen im Alltag können die Lebensqualität deutlich verbessern.
Diese Entscheidung hängt stark vom individuellen Zustand ab. Wenn ein Hund stark leidet, dauerhaft ängstlich oder aggressiv reagiert, kaum noch Orientierung hat und die Lebensqualität deutlich eingeschränkt ist, sollte gemeinsam mit dem Tierarzt besprochen werden, ob Einschläfern das Beste für den Vierbeiner ist.
Ja, in vielerlei Hinsicht ähnelt die Hunde-Demenz der Demenz beim Menschen. Auch hier kommt es zu Veränderungen im Gehirn, verminderter Durchblutung, Schädigung der Nervenzellen und einem schleichenden Verlust geistiger Fähigkeiten.
Nein. Ein Hund kann vergesslich sein, ohne direkt an Demenz zu leiden. Doch wenn mehrere Symptome einer Demenz auftreten und sich verstärken, sollte das tierärztlich abgeklärt werden.
Ganz verhindern lässt sich Demenz nicht immer. Aber man kann das Risiko, an Demenz zu erkranken, senken: gesunde Ernährung, Gewichtskontrolle, Bewegung, geistige Auslastung und eine gute Nährstoffversorgung helfen, das Fortschreiten kognitiver Dysfunktion zu verlangsamen.









